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Serie Auf Ins Neue Zuhause
Bald steht die "Altersvorsorge" der Familie

Serie Auf Ins Neue Zuhause: Bald steht die "Altersvorsorge" der Familie
Die zweifache Mutter Katrin Lehrmann mit Joelina und Finja: Sie waren dabei, als die Bauarbeiter die Betonbodenplatte für das Fertighaus auf dem "Schwaner Knapp" gossen. FOTO: Peter Meuter
Wermelskirchen. Für Katrin, Marco, Finja und Joelina Lehrmann ist "Grundsteinlegung" des neuen Eigenheims: Die Betonbodenplatte wurde im Neubaugebiet "Schwaner Knapp" gegossen. Im Juli soll das Fertighaus aufgestellt werden. Dann geht's an den Innenausbau. Von Stephan Singer

Wermelskirchen In der Baubranche sprechen die Fachleute scherzhaft vom "Bundesbetoniertag". Damit ist gemeint, dass vor Feiertagen und "langen" Wochenenden mit Brückentagen allerorts betoniert wird und das graue Baumaterial plötzlich rar wird. Die Wermelskirchener Familie Lehrmann, die die BM-Redaktion auf dem Weg ins eigene Haus begleitet, blieb vom großen Ansturm auf die Betonvorräte unberührt: Wer den Bau seines Eigenheims in die Hände einer Fertighaus-Baufirma legt, kann sich auf gut organisierte Abläufe verlassen. So lief es denn auch bei strahlendem Sonnenschein im Neubaugebiet "Schwaner Knapp" wie am Schnürchen. In zwei Tagen lagen 16 Kubikmeter Beton (zwei Lkw-Ladungen) in ihrem "Bett" aus energiesparender, lastabtragender Perimeterdämmung. Der abschließende Guss dauerte gerade einmal eine Stunde.

Die acht mal acht Meter große, zehn Zentimeter dicke Bodenplatte für das Fertighaus der Familie Lehrmann trocknet jetzt in der Sonne. Und auch wenn sie bereits nach etwa eineinhalb Stunden begehbar ist, muss sie das je nach Wetterlage rund sechs Wochen tun, damit sie als Fundament das vorgesehene Gewicht tragen kann.

Bei einem Fertighaus-Bau ist der Guss der Betonbodenplatte ein besonderer Moment - kommt er doch der Grundsteinlegung der traditionellen Bauweise gleich. "Jetzt kann man sehen, wie groß es denn tatsächlich wird. Die Ausmaße lassen sich erkennen - wir können daran entlang laufen", blickt Katrin Lehrmann auf die Platte, die so glatt wie ein Babypopo schimmert. Nur einige Ablaufstutzen ragen aus der grauen Fläche und lassen erkennen, wo später einmal Badezimmer und Küche positioniert sein werden. Fasziniert schauen auch die beiden Mädchen Finja (drei Jahre) und Joelina (15 Monate) auf das Geschehen. Die Dreijährige hat schon eine Ahnung, was da geschieht: "Hier Haus!", deutet sie in Richtung Baustelle.

Guido Freyermuth von der Fertighaus-Baufirma "Fingerhaus", bei der alleine im vergangenen Jahr 804 Familien ein Fertighaus bestellten, kennt das Geschehen aus dem "FF": "So eine Bodenplatte auf der grünen Wiese sieht immer etwas verloren aus und wirkt kleiner als sie ist. Jetzt dauert die Bauzeit drei Monate." Die Abläufe seien genau terminiert, im Juli werde das Fertighaus aufgestellt.

Bei der Verlegung der Bodenplatte vermisste Katrin Lehrmann ihren Ehemann Marcel: "Aber einer muss ja das Geld verdienen." Sie ist froh, dass der Zeitplan funktioniert. Das Ehepaar hat nämlich ihre zu klein gewordene Eigentumswohnung im Wolfhagen bereits verkauft, der neue Eigentümer will ab Oktober hinein. "Wir wollen Ende September in unser Haus einziehen. Die ganze Familie freut sich darauf, dass die beide Kinder dann endlich ein eigenes Kinderzimmer bekommen."

"Endlich gibt es etwas zum Anfassen, nicht nur Pläne und Rechnungen", strahlt Katrin Lehrmann über das ganze Gesicht. "Die nächsten Monate gehen schnell herum", ist sich die Mutter in Elternzeit sicher. Wegen der kleinen Kinder und des Berufes haben sich die Lehrmanns bewusst für wenig Eigenleistung entschieden: "Wir machen lediglich die Böden und die Malerarbeiten, mehr würden wir gar nicht schaffen", sagt die zweifache Mutter. Sehnsüchtig wartet die Familie nun auf den Juli, wenn das Fertighaus errichtet wird. Das dauert dann nur einen Tag, bevor der Innenausbau beginnt. "Wenn man so will, steht hier bald unsere Altersvorsorge. Mein Mann und ich wollen in dem Haus alt werden", sagt Lehrmann.

Quelle: RP
 
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