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Wermelskirchen
Balkantrasse: eine Erfolgsbilanz

Wermelskirchen: Balkantrasse: eine Erfolgsbilanz
Auch in diesen Tagen sind auf der Balkantrasse – wie hier im Bereich Tente – Radfahrer weiterhin unterwegs. FOTO: Hans Dörner
Wermelskirchen. Die Stadt ist sehr zufrieden mit der Nutzung des neuen Radwegs. Die Rückmeldungen seien positiv. Trotzdem gibt es auch einige Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge. Ein neu gegründeter Arbeitskreis kümmert sich darum. Von Sebastian Radermacher

Die erste Radfahr-Saison auf der im April eröffneten Balkantrasse neigt sich langsam dem Ende zu. Aber auch bei Temperaturen unter zehn Grad und frischem Wind lockt es in diesen Tagen immer noch Radfahrer, Skater und auch Spaziergänger auf die Trasse. Bei der Stadt ist man mit der Entwicklung hochzufrieden. "Von unseren Beobachtungen her ist die Trasse ein absoluter Renner", sagt Wolfgang Schindler, Sachgebietsleiter im Bereich Stadtplanung, und fügt an: "Die Masse der Menschen, die die Trasse nutzen, spricht für sich."

Wie viele Menschen auf der Balkantrasse auf Wermelskirchener Gebiet in den vergangenen Monaten tatsächlich unterwegs waren, dazu gibt es keine genauen Zahlen. Das könnte sich aber bald ändern. "Wir planen, eine Zählstation einzurichten, um herauszufinden, wie viele Menschen die Trasse nutzen", kündigt Schindler an. Der neue Radweg spreche vor allem eine breite Nutzerschaft an, neben den vielen Radfahrern eben auch Skater und ältere Fußgänger oder junge Familien mit Kindern. Man habe sehr viele positive Rückmeldungen erhalten.

Kritikpunkte annehmen

Trotzdem habe es auch Bürger gegeben, die mit einigen Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen an die Stadt herangetreten seien. Moniert wurde zum Beispiel, dass es auf der Strecke zu wenig Sitzgelegenheiten gebe, um Pausen einzulegen. "An diesem Punkt müssen wir noch arbeiten und ein Konzept entwickeln", sagt Schindler. Das Aufstellen von Sitzbänken sei auch immer eine finanzielle Frage. "Eventuell finden sich Sponsoren, die die Finanzierung einzelner Sitzgelegenheiten übernehmen würden." Auch das Müllaufkommen, das Thema Sichtschutz für Anwohner und immer wieder auftretender Vandalismus seien von den Bürgern genannt worden. In Tente seien zum Beispiel massive Schilder an der Trasse von Unbekannten zerstört worden. Um diese Probleme anzugehen, wurde bei der Stadt ein neuer Arbeitskreis gegründet, der sich mit diesen Themen befasst. "Wir nehmen die Anregungen auf und versuchen, Lösungen zu erarbeiten", sagt Schindler. Es könne aber nicht jeder Vorschlag exakt übernommen werden.

Wer den Radweg auch jetzt im Herbst und in der Winterzeit nutzen möchte, ist für seine Sicherheit selbst verantwortlich. Denn: Einen Winterdienst auf der Trasse wird es nicht geben. Die Stadt werde kein Laub auf dem Weg entfernen und später auch den Schnee nicht räumen. Schindler: "Die Nutzung ist auf eigene Gefahr."

Auf Beeinträchtigungen müssen sich Nutzer der Trasse im Bereich Rattenburg kurz vor Bergisch Born bald einstellen: Auf der Kreisstraße 22 muss eine alte Brücke, die über die Trasse führt, saniert werden. "Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden", bestätigt Birgit Bär, Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises. Man hoffe, den Auftrag noch Ende des Jahres vergeben zu können. Die Bauzeit soll rund sieben Monate dauern, die Arbeiten für alle Beteiligten so störungsfrei wie möglich verlaufen. "Es wird aber Situationen geben, in denen die Trasse in diesem Bereich zeitweise gesperrt werden muss", teilt Bär mit. Man werde aber versuchen, dies auf das Notwendigste zu beschränken.

(RP/ac)
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