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Wermelskirchen
Baubeginn für Freizeitpark frühestens 2018

Wermelskirchen: Baubeginn für Freizeitpark frühestens 2018
Blick von der Brücke "Am Wasserturm" auf die Dellmannstraße. Links - zwischen Bundesstraße und den Autohäusern - ist die Fläche zu sehen, auf der der Freizeitpark entstehen wird. FOTO: Udo Teifel
Wermelskirchen. Das Projekt bietet die Voraussetzungen, um Fördermittel vom Land abgreifen zu können. Die Stadt wird die Bewerbung bald abschicken. Auch ohne Förderung soll der Bau umgesetzt werden. Mehrere Sponsoren kündigen finanzielle Hilfe an. Von Sebastian Radermacher

Eine neu gegründete Projektgruppe mit Vertretern von Stadtverwaltung und Vereinen treibt die Planung für den Bau eines Jugend- und Freizeitparks an der Dellmannstraße bei Zenshäuschen voran. Auch wenn auf dem Grundstück noch längere Zeit keine Veränderungen zu sehen sein werden, so herrscht im Rathaus kein Stillstand. Das betonte Katja Töbelmann (Amt für Jugend, Bildung und Sport) im Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus.

"Wir erarbeiten in der Projektgruppe zurzeit ein gemeinsames Nutzungskonzept und stellen Ideen für die Finanzierung der Maßnahme zusammen", sagte Töbelmann. Die Stadtverwaltung hofft, für den Bau des Freizeitparks Fördermittel des Landes abgreifen zu können. Laut Töbelmann gibt es die Möglichkeit, über ein spezielles Landesprogramm eine 90-Prozent-Förderung (nur zehn Prozent Eigenanteil) zu erhalten. "Unser Projekt erfüllt die Voraussetzungen, wir werden die Bewerbung auf jeden Fall bald abschicken", sagte sie.

So könnte es später einmal aussehen: Vorne eine Ausstellungsfläche für die Autohäuser, dahinter der Freizeitpark. Rechts ist die verlängerte Balkantrasse zu sehen, die kurz vor den Lidl-Markt nach links Richtung Zenshäuschen geleitet werden soll. FOTO: Stadt

Bislang kann die Stadt für den Bau des Freizeitparks nur mit einer Summe von etwa 44.000 Euro aus einem Investitionsförderungspaket des Kreises fest planen. In einer ersten Kalkulation ging die Stadtverwaltung von Gesamtkosten in Höhe von 290.000 Euro für einen Jugendfreizeitpark aus. Ziel für die Zukunft muss also jetzt sein, diese Summe entsprechend aufzustocken. Töbelmann erläuterte, dass die Projektgruppe momentan auch an einem Plan B arbeite, falls es keine Landesförderung geben sollte. Dann müsste der Park in einer Art "Stufenplan" errichtet werden, man müsse also klein anfangen und die Fläche Stück für Stück entwickeln - je nachdem, wie viel Geld gerade zur Verfügung stehe.

Einige Politiker äußerten Bedenken hinsichtlich der Finanzierung. Es fehle ein belastbares Konzept, meinte etwa Jan Paas (WNKUWG). Oliver Platt (Büfo) sah noch "viele Unklarheiten" und warnte davor, jetzt zu viel Euphorie zu verbreiten. "Nicht, dass irgendwann Großprojekte wie Hallenbad, Kunstrasen und Freizeitpark gegeneinander ausgespielt werden." Martin Bosbach (CDU) hingegen ist zufrieden mit dem Fortschritt der Planung. "Wir sind auf einem guten Weg", meinte er. Neben Katja Töbelmann lobte auch Frank Kaluscha (Grüne) das Engagement der Vereinsvertreter, die an der Planung und auch später beim Betrieb eines Freizeitparks mithelfen möchten. "Und wenn wir klein anfangen müssen und die Umsetzung sich über drei Jahre hinzieht, dann ist das eben so", sagte Kaluscha.

Beigeordneter Jürgen Graef verbreitete Optimismus. "Ich sehe das Projekt überhaupt nicht als gefährdet an", betonte er. Ein Zuschuss wäre klasse, aber auch ohne Förderung sehe er gute Chancen. Sicherlich gebe es noch kein detailliertes Finanzierungskonzept. Aber: "Die Projektgruppe ist bestens besetzt, sie füllt den Ratsbeschluss mit Leben", sagte Graef. Kämmerer Bernd Hibst betonte, dass mehrere große Sponsoren das Projekt finanziell unterstützen möchten. Und mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt versicherte er: "Es wird von der Verwaltung nur das Geld ausgegeben, was auch eingenommen wird, etwa durch Sponsoren oder Fördermittel. Es entsteht kein finanzielles Risiko für die Stadt."

Bis die Bauarbeiten für den Freizeitpark beginnen können, werden noch Monate vergehen. Zunächst müssen auf der Fläche mehrere Bäume gefällt werden - das ist aber erst wieder ab Oktober erlaubt. Laut Graef wird der Bau frühestens im nächsten Jahr beginnen. "Vor Sommer 2018 wird man auf der Fläche noch nichts sehen können."

Quelle: RP
 
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