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Wermelskirchen
Bauschutt in den Eifgenbach gekippt

Wermelskirchen: Bauschutt in den Eifgenbach gekippt
Henning Rehses Hund "Lucky" entdeckte gestern Morgen den Haufen mit Bauschutt am Wanderweg. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Unbekannter entsorgt illegal Abfall im Naturschutzgebiet. Ihm droht ein Bußgeld bis zu 50 000 Euro. Stadt- und Kreisverwaltung suchen nun Zeugen. Der Verursacher muss von der L 409 den Wanderweg A 3 befahren haben. Von Udo Teifel

Spaziergänger schütteln den Kopf, Hundefreunde sitzen am Eifgen-Parkplatz zusammen und schimpfen: Ein Unbekannter hat in der Nacht zu Dienstag etwa ein bis zwei Kubikmeter Bauschutt illegal im Eifgenbachtal entsorgt. Etwa 150 Meter vom Wanderparkplatz entfernt am Wanderweg A 3 wurde der Bauschutt abgekippt - ein Resthaufen liegt noch auf dem Wanderweg, etlicher Dreck ist die etwa zehn Meter tiefe Böschung runtergerutscht und im Eifgenbach gelandet. Inzwischen ermittelt das Umweltamt des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Henning Rehse war gestern Morgen mit seiner "Lucky" im Eifgen unterwegs. Sein Hund entdeckte den Schutthaufen und die Verunreinigungen des Eifgenbaches. Der Stadtverordnete zeigte sich entsetzt über die Unverfrorenheit und Dreistigkeit des Verursachers. Das müsse Konsequenzen nach sich ziehen, forderte er. Rehse hatte die Stadtverwaltung informiert. "Was mich wundert, ist die Tatsache, dass jemand überhaupt mit einem Fahrzeug so weit über einen Wanderweg fahren kann. Gibt es denn keine Schranke mehr an der Landstraße 409?"

Zehn Meter geht's vom Wanderweg A 3 die Böschung runter. Dort sollte der Bauschutt auch landen - und wäre sicher viel später erst entdeckt worden. FOTO: Teifel, Udo (tei)

Vermutet wird, dass der Unbekannte nachts von der Landstraße 409 in Höhe des Abzweiges nach Kovelsberg auf den Wanderweg fuhr und dann tief im Wald - etwa in Höhe des ehemaligen Freibades und heutigen Freizeit - den Bauschutt abkippte. Hätte nicht der Resthaufen auf dem Weg gelegen, hätte wohl niemand bemerkt, dass im Eifgenbachtal dieser Abfall einer Renovierung illegal entsorgt wurde. Gefunden wurden Reste von Lehm, Stroh, Putz, Glaswolle, Lichtleitungen - deutliche Indizien, dass in einem alten Haus saniert wurde.

Inzwischen ist, nach Hinweisen der BM, auch das Umweltamt des Kreises eingebunden. Dort wird jetzt wegen illegaler Entsorgung von Abfall ermittelt. Für heute ist ein Ortstermin vorgesehen. Im Umweltamt geht man nach vorliegenden Beschreibungen des Umfangs davon aus, dass es sich um einen Bußgeld-Tatbestand handelt.

Im Landschaftsschutzgesetz, so die Recherchen der Bergischen Morgenpost, wird die illegale Entsorgung von Abfall im Naturschutzgebiet als Ordnungswidrigkeit eingestuft mit Geldbußen bis zu 50 000 Euro. Deshalb suchen Kreis wie auch Stadtverwaltung dringend Zeugen, die nachts ein Fahrzeug auf dem Wanderweg gesehen haben.

Kontakt Ordnungsamt Stadt Wermelskirchen, Arne Feldmann (Leiter), Tel. 02196 710 320

Quelle: RP
 
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