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Wermelskirchen
Baustelle in Unterburg bis Frühjahr 2019

Wermelskirchen: Baustelle in Unterburg bis Frühjahr 2019
Kurz vor der Brücke Mühlendamm in Unterburg wird zurzeit eine sogenannte Sedipipe-Anlage eingebaut. Die Brücke Mühlendamm ist deshalb diese Woche nicht befahrbar. FOTO: Stephan Köhlen
Wermelskirchen. Die Stadt Solingen und der Wupperverband kümmern sich in Unterburg um den Hochwasserschutz sowie Straßen- und auch Kanalbauarbeiten. Die Brücke Mühlendamm ist jetzt voraussichtlich für eine Woche gesperrt. Von Uwe Vetter

Der Eschbach in Unterburg führt nur wenig, an manchen Stellen überhaupt kein Wasser. Soll er auch nicht, denn das Bachbett soll tiefer gelegt, die Stützmauern erneuert werden. Über große Rohre, die im Bachbett seitlich verlegt wurden, wird das Eschbach-Wasser aufgenommen und fließt in Unterburg in die Wupper: Der zweite Bauabschnitt für den Hochwasserschutz ist seit Wochen im Gang. Am 29. Mai legten die Bauarbeiter wieder los, nachdem es im Frühjahr wegen der Klage eines bei der Auftragsvergabe unterlegenen Bieters zu einer Verzögerung gekommen war.

Wichtig für Autofahrer, die aus Wermelskirchen kommen: Die Ortsdurchfahrt Eschbachstraße ist während der täglichen Arbeitszeiten (7 bis 18 Uhr) gesperrt. Seit Montag müssen nun die Anwohner an der Straße Mühlendamm weitere Beeinträchtigungen in Kauf nehmen. Denn die neue Mühlendammbrücke, die ansonsten frei ist, bleibt für den Verkehr geschlossen. Zumindest für eine Woche. "Mit Ausnahme von Einsatzfahrzeugen", schränkt Ingenieur Karsten Ditscheid von den Technischen Betrieben Solingen ein. Der Kleinbus in Richtung Höhrath, der an der Wendeplattform abfährt - den Abschnitt bis dorthin bedienen SWS-Dieselbusse die Linie 683 mit Umstieg an der Krahenhöhe - fährt deswegen durch den Baustellenbereich an der Eschbachstraße.

Grund für die Sperrung der Brücke, die erst 2016 erneuert worden war, sind Kanalbauarbeiten zur Regenentwässerung. Regenwasser, das künftig von der Straße in den Eschbach eingeleitet werden soll, muss zunächst gereinigt werden. Dafür wird vor der Brücke eine Reinigungseinrichtung, eine "Sedipipe-Anlage" eingebaut, in der sich Grob-und Feinstoffe absetzen.

"Die Vollsperrung der Brücke Mühlendamm ist für eine Woche eingeplant. Wir versuchen aber, das schneller hinzubekommen", sagt Karsten Ditscheid. Mühlendamm-Anwohner, die in Richtung Solingen wollen, sollten von daher ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz Wupperinsel abstellen. Über eine Behelfsbrücke können sie in Gegenrichtung etwa in Höhe des ehemaligen Beverly-Geländes nach Remscheid oder Wermelskirchen fahren.

Der Wupperverband und die Stadt Solingen lassen voraussichtlich noch bis zum Frühjahr 2019 die Ufermauern des Eschbachs erneuern. Außerdem wird das Bachbett auf 600 Metern Länge tiefergelegt. Die Gesamtkosten liegen bei 14,5 Millionen Euro - 80 Prozent davon trägt das Land. Zuvor hatte das Fertigstellungsdatum bereits mehrmals nach hinten verschoben werden müssen. Ursprünglich hatten die Planungen ein Ende der Baustelle Anfang 2018 vorgesehen.

Bis Ende 2017 - so lauten die Zeitpläne - wird die Ortsdurchfahrt montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr voll gesperrt sein. "Es handelt sich hier um eine gemeinsame Baumaßnahme von Wupperverband und Stadt Solingen", erklärt Karsten Ditscheid. Stützwanderneuerung, Straßen und Kanalbau werden von der Stadt Solingen beziehungsweise den Technischen Betrieben erledigt, der Wupperverband ist für den Hochwasserschutz zuständig. Während Solingen sogesehen für 300 Meter zuständig ist, kümmert sich der Wupperverband um 600 Meter, um den Hochwasserschutz zu realisieren. "Teilweise wird der Eschbach bis zu 1,60 Meter tiefer gelegt", sagt Karsten Ditscheid.

Die Tieferlegungsarbeiten stehen erst im nächsten Jahr auf dem Programm, ebenso der Straßenbau. Ist die Reinigungsanlage eingebaut, wird "in rund vier Wochen mit den Bohrpfählen begonnen", erklärt Ditscheid. Auf 300 Metern werden die Bohrpfähle mit einem Durchschnitt von 75 Zentimeter ins Erdreich gebracht. "Die Gründungen erfolgen zum Teil in den Fels", sagt der Ingenieur. Mit diesen Arbeiten sei man bis Ende 2017 beschäftigt.

Quelle: RP
 
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