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Wermelskirchen
Bauzaun vor Neubau sorgt für Ärger

Wermelskirchen. Am Gebäude Telegrafenstraße 19-21 zieht sich die Wiederherstellung des Gehwegs seit Wochen hin. Von Sebastian Radermacher

Orthopädieschuhmachermeister Torsten Pütz ist mit seinem Geschäft Anfang September von der Oberen Remscheider Straße an die Telegrafenstraße umgezogen. Der Hauptgrund: Er möchte dadurch mehr von der Laufkundschaft profitieren. Die Firma Hoch3 (Körschgen) hat den Gebäudekomplex mit Flächen im Erdgeschoss für Gewerbetreibende sowie mehreren Eigentumswohnungen errichtet - die Lage an der Telegrafenstraße ist für Pütz und sein Team eigentlich optimal.

Das Problem: Auch mehr als vier Wochen nach dem Umzug profitiert der Orthopädieschuhmachermeister von der Laufkundschaft überhaupt nicht. Noch immer steht nämlich ein großer Bauzaun direkt vor dem Gebäude und blockiert den Gehweg. Fußgänger, die normalerweise an seinem Geschäft vorbeikämen, müssen die Straßenseite wechseln. "Das ist natürlich sehr ärgerlich. Wir können uns hier unseren Kunden nicht so präsentieren, wie wir es gerne möchten", sagt Pütz auf Anfrage unserer Redaktion.

Nach einem Umzug dauere es immer einige Zeit, bis ein Geschäft am neuen Standort wahrgenommen werde. Dies werde durch die Situation an der Telegrafenstraße nun weiter verzögert. Die Bauzäune dienen dort als Absperrung, weil vor dem Gebäude der Gehweg nach dem Bau des Hauses nicht wieder hergestellt worden ist. Es müssen immer noch einige Pflastersteine verlegt werden. Warum dies der Fall ist, weiß Pütz nicht. "Ich bekomme keine Informationen."

Die Stadtverwaltung teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit, dass im Zuge des Neubaus Telegrafenstraße 19-21 nicht nur der Bauträger Gehweganteile für die Anlage des Neubaus beanspruche. "Auch die Versorgungsträger haben im Zuge des Neubaus dort Oberflächenteile aufgenommen und Leitungen verlegt", heißt es in der Stellungnahme. Die Oberflächenwiederherstellung obliege den jeweils beteiligten Firmen, die der Stadt Wermelskirchen einen einwandfrei wiederhergestellten Gehweg übergeben müssen.

Der Grund für die Verzögerung: Es musste laut Stadt zwischen den einzelnen Versorgungsträgern und dem Erschließungsträger eine Einigung getroffen werden, wer die Federführung für die Wiederherstellung des Gehweges übernimmt und wie die Kostenteilung untereinander aussieht. Diese Einigung sei jetzt getroffen worden. Nach derzeitigem Stand werde der Gehweg Anfang November gepflastert, "im Anschluss danach kann der Gehweg wieder für den Fußgängerverkehr freigegeben werden", teilt die Verwaltung mit. Die Stadt müsse den Gehweg nicht selbst wiederherstellen, sie mache lediglich eine Endabnahme, wenn der Gehweg wieder so aussieht, wie er vor Baubeginn dem Bauträger übergeben worden sei.

Torsten Pütz und seinem Team helfen diese Aussagen nicht weiter. Sie müssen nun noch fast einen Monat mit einem Bauzaun direkt vor ihrem Geschäft überstehen.

Quelle: RP
 
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