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Wermelskirchen
Bayer will ein neues Seminarhaus in Stumpf errichten

Wermelskirchen. Auf dem Gelände an der Großen Ledder sollen außerdem Parkplätze entstehen. Politik und Verwaltung bewerten das Projekt positiv. Von Sebastian Radermacher

Die Wermelskirchener Politik schafft die Voraussetzungen für den Bau eines zusätzlichen Seminarhauses und die Errichtung von weiteren Parkplätzen auf dem Seminar-Gelände von Bayer an der Großen Ledder in Stumpf. Als nächsten Schritt in dem Verfahren, das seit mehr als einem Jahr läuft, beschloss der Stadtrat einstimmig, den Entwurf der Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Entwurf eines Bebauungsplanes für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen.

Die Seminar- und Freizeitanlage "Große Ledder" der Bayer Real Estate GmbH blickt auf eine 100-jährige Tradition zurück. Die Anlage wurde zunächst vornehmlich von Mitarbeitern der Bayer AG für Tagungen genutzt. Mittlerweile hat Bayer das Konzept aber erweitert und die Anlage auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Veranstalter können die Anlage für Seminare, Fachtagungen oder Events nutzen - auch Hochzeiten oder sonstige Feierlichkeiten sind dort möglich. Da der Seminarbetrieb in den vergangenen Jahren einen deutlichen Schub verzeichnet hat, reichen die aktuellen Kapazitäten langfristig gesehen nicht mehr aus. Aus diesem Grund möchte Bayer den Seminarbetrieb an der Großen Ledder auszubauen. Dafür müssen der Flächennutzungsplan geändert und - auf Anraten der Bezirksregierung - ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Bei der Stadtverwaltung geht man nicht davon aus, dass während der Offenlage größere Einwände gegen das Projekt eingehen werden. "Wir sehen das Projekt positiv und rechnen nicht mit großen Problemen", sagt Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Er betont aber: "Sollte es noch Anregungen geben, werden wir diese natürlich einbeziehen - womöglich muss dann noch einmal nachgebessert werden." Stand jetzt sehe der Zeitplan vor, zum Jahresende den Bebauungsplan zu beschließen. Im Anschluss müsste Bayer dann einen Bauantrag stellen, erst nach Genehmigung könnten die Bauarbeiten beginnen. Leßke: "Wir kennen Bayers Zeitplan für das Vorhaben nicht. Es geht jetzt erst einmal darum, die Grundlagen zu schaffen und die Erweiterungsfläche festzulegen."

Bayer möchte die Fläche nord-westlich seines Konvent-Hauses (über die K16/Irlenweg zu erreichen) entwickeln. Laut Leßke sollen dort etwa 15.000 Quadratmeter Ackerfläche entwickelt werden. Geplant seien 6800 Quadratmeter für ein neues Seminarhaus und 5200 Quadratmeter für zusätzliche Parkplätze, die aufgrund der steigenden Belegungszahlen langfristig erforderlich werden. Was den Planern wichtig ist: Im Randbereich wird eine bis zu 15 Meter breite Grünfläche angelegt, um Bäume, Sträucher und sonstige Pflanzen zu erhalten.

Im Gegenzug zu der Erweiterung nimmt Bayer ein bestehendes Baufenster (4600 Quadratmeter) in der Nähe des Hauptgebäudes zurück. Dabei handelt es sich um eine ökologisch hochwertige Hochwaldfläche, die künftig von jeglicher Bebauung freigehalten wird.

Quelle: RP
 
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