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Wermelskirchen
Bedauern über Bosbachs Rückzug aus der Politik

Wermelskirchen: Bedauern über Bosbachs Rückzug aus der Politik
Wolfgang Bosbach war zuletzt als Festredner zum 70-jährigen Bestehen der CDU in Wermelskirchen. FOTO: Moll
Wermelskirchen. Die Entscheidung von Wolfgang Bosbach am Montagabend, nicht mehr bei der Bundestagswahl 2017 anzutreten, war für viele Wegbegleiter eine Überraschung - und muss erst einmal verarbeitet werden. "Wir verlieren unseren Besten in Berlin", erklärte Christian Klicki, Vorsitzender der CDU Wermelskirchen. "Seine Entscheidung ist nachvollziehbar, dennoch musste man den Entschluss erst einmal sacken lassen", sagte er. Klicki erlebte als stellvertretender Kreisvorsitzender am Montagabend mit, wie Wolfgang Bosbach sichtlich bewegt in der Sitzung des Kreisvorstandes seinen Schritt ankündigte.

Bosbach begründete diese frühzeitige Ankündigung damit, der Kreispartei frühzeitig ermöglichen zu wollen, einen geeigneten Kandidaten oder eine geeignete Kandidatin zu suchen und zu finden. Der Kreisvorstand hat noch am Montagabend eine Findungskommission unter Leitung von Rainer Deppe eingesetzt. Er soll den Parteigremien und den Wählern einen ausgezeichneten Kandidatenvorschlag unterbreiten. "Eine breite innerparteiliche Beteiligung soll dazu beitragen, den oder die beste Kandidatin für den Rheinisch-Bergischen Kreis zu identifizieren und diesen der Aufstellungsversammlung am 4. November vorzuschlagen", formulierte Kreisgeschäftsführer Thomas Frank.

"Wolfgang Bosbach genießt uneingeschränkten Rückhalt in der CDU Wermelskirchen. Gern wären wir mit ihm erneut in den Wahlkampf gezogen", sagte Christian Klicki. Bosbach habe sich im Großen und im Kleinen für die Belange der Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis eingesetzt. "Er nutzte nicht nur seine politischen Kontakte in Berlin, um Türen für den Kreis aufzuschlagen, sondern hat für jedes persönliche Anliegen der Bürger gekämpft."

Einer seiner langjährigen Wegbegleiter ist auch Friedel Burghoff - einst CDU-Mitglied, jetzt Bürgerforum. "Wolfgang Bosbach ist ein aufrichtiger Politiker. Er ist immer hilfsbereit, immer freundlich und den Menschen zugetan." Auch als sich Burghoff von der CDU abwendete und das Bürgerforum mitgründete, habe es keinen Abbruch der Freundschaft gegeben. "Es ist sehr schade, dass Wolfgang Bosbach nach Ende der Wahlperiode die politische Arbeit beendet." Er sei ein Mann mit einer eigenen Meinung, die er auch mit allen Konsequenzen vertreten habe.

Er habe Wolfgang Bosbach sehr häufig angeschrieben, erzählte Burghoff. "Er hat immer zeitnah reagiert. Wolfgang Bosbach hat immer vermittelnd eingegriffen, wo es ihm möglich gewesen sei.

(tei.-)
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