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Heisser Draht
Beetpate entsetzt: Hundehaufen auf Hornveilchen

Heisser Draht: Beetpate entsetzt: Hundehaufen auf Hornveilchen
Ein dicker Hundehaufen liegt auf einer frisch gepflanzten Frühjahrsblume. Das Beet an der unteren Eich hatte Bernd Meyer gerade schön hergerichtet (r.). FOTO: Bernd Meyer
Wermelskirchen. Eich-Anlieger Bernd Meyer appelliert an Hundebesitzer und Raucher, die Stadt sauber zu halten. Von Udo Teifel

Das Beet an der unteren Eich sieht sauber und gepflegt aus: Bernd Meyer hat gerade Hornveilchen eingepflanzt und gewässert. Nach dem Mittagessen will er dann noch einmal nachwässern. Doch er weicht entsetzt zurück: Ein dicker Hundehaufen auf einem frisch gepflanzten Hornveilchen. Das Beet vom Kratzen des Hundes aufgewühlt. Die Arbeit des Vormittags umsonst.

Ein dicker Hundehaufen liegt auf einer frisch gepflanzten Frühjahrsblume. Das Beet an der unteren Eich hatte Bernd Meyer gerade schön hergerichtet (r.). FOTO: Bernd Meyer

Seit eineinhalb Jahren engagiert sich Bernd Meyer an der unteren Eich. Gemeinsam mit anderen Anliegern pflegen sie die Pflanzbeete. Doch Raucher und besonders Hundehalter sehen die Beete eher als Aschenbecher und Hundetoilette. Bislang machen Meyer und seine Mitstreiter die Beete immer wieder sauber - in der Hoffnung, dass jene Mitbürger irgendwann ein Einsehen haben. Er beseitigt damit auch den Hundekot. "Das sollten eigentlich Hundehalter selbst machen. Oder sich keinen Hund anschaffen, wenn man das nicht kann."

Dabei, sagt Meyer ganz deutlich, sind nicht alle Hundehalter so. Er sehe auch viele mit Hundebeutel, die die Hinterlassenschaften ihrer geliebten Vierbeiner sofort beseitigen. "Gut, dass es eben auch die anderen, gewissenhaften Hundehalter gibt. Sonst hätte ich dort besser eine Hundetoilette installiert."

Nach wie vor schnippen aber auch Raucher ihre Kippen gern in die Beete - oder drücken sie auf dem Pflaster aus. "Dabei hat die Stadtverwaltung doch nun wirklich genügend Aschenbecher aufgestellt."

Wie es weitergehen soll, weiß er auch nicht. Er denkt bereits darüber nach, eine Aktion zu starten - um eben nachdrücklich gedankenlose Mitbürger daran zu erinnern, dass Sauberkeit in einer Stadt eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Denn alles auf die Stadt abzuschieben, ist einfach, kann aber für die Allgemeinheit teuer werden.

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Quelle: RP
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