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Wermelskirchen
Begeisterte Jecken bei der "Apollo"-Sitzung

Karneval "St. Apollo"
Wermelskirchen. 120 Karnevalsfans erleben im Pfarrsaal von St. Apollinaris ein fünfstündiges Programm, das von Akteuren aus den Reihen der Gemeinde gestaltet wird. Pfarrer Michael Knab und seine Mitstreiter begeistern mit einer Gesangseinlage. Von Stephan Singer

Gemütlich-gesellig und nachbarschaftlich-nah feierte Grunewald seine Karnevalssitzung im mit 120 Besuchern gefüllten Pfarrsaal von St. Apollinaris, von den Narren gerne kurz "Apollo" genannt. Inklusive einer etwa 30-minütigen Pause fürs Abendessen brachten es die "Apollo"-Jecken auf ein fast fünfstündiges Programm, das ausschließlich von Akteuren aus den Reihen der Kirchengemeinde St. Apollinaris gestaltet und von den Gästen mit zahlreichen "Raketen" und eifrigem Schunkeln gefeiert wurde.

Alleine Moderator Frank Rehbold, der gerne zwischendurch das eine oder andere "kölsche Krätzje" sang , verlieh der "Apollo"-Sitzung eine ganz eigene Note. Rehbold wünschte sich in den Liedern dann nicht etwa "Einmol Prinz zo sin" (das war er schließlich bereits 2004 im Dabringhauser Dreigestirn), sondern träumte scherzhaft davon, einmal Weihbischof zu werden. Ein sichtlicher Klamauk auch für Michael Knab und Daniel Sluminsky. Der Pastor und der Priester ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Pastoralreferent Stefan Haas, Gemeindereferentin Monika Eschbach und Diakon Burkhard Rittershaus als "Die Helen Wischers" auf die Bühne zu gehen.

Mit wallenden, blonden Perücken auf dem Kopf stimmten sie zur Melodie von Helene Fischers "Atemlos" ein Lied über Wermelskirchen an und stellten fest: "Die Innenstadt hat Friseure nur, Apotheken an einer Schnur", "Leßenich in der Not, jetzt ist das Rathaus auch noch rot" oder "Barrierefrei durch die Stadt, mit meinem Rollator mach' ich dich platt".

Ausverkaufte Veranstaltung in Grunewald: 120 Jecken feierten am Samstag im Pfarrsaal von St. Apollinaris, von den Narren gerne kurz "Apollo" genannt. FOTO: Nico Hertgen

Mit liebevoll-aufwendigen Kostümen riefen zehn Damen der Dienstagssunde zum "Karneval der Tiere in Grunewald". Ihr Credo: "Sonntags um 9.30 Uhr ist der Eintritt frei, dann trefft Ihr, wenn Ihr Glück habt, auch unseren Zoo-Direktor Knab. Der spricht dann zu den weißen und schwarzen Schafen, und ein paar Affen sind auch immer dabei."

Die "Publiners" (Kirchenchor) sangen ihre Lieder zu live gespielten Irish-Folk-Klängen, während es die Männergemeinschaft im obligatorischen Karo-Rock mit ihrem "Schottentanz" ebenfalls auf die britischen Inseln zog. Uschi Hackstein und Ingrid Freund-Lück belustigten sich als "Dritte Sieger der Background-Sängerinnen in der Kreisklasse" über trällernde Hupfdohlen.

Tänzerische Höchstleistungen im stickig-warmen "Apollo"-Pfarrsaal lieferten die drei Grunewalder Korps (jung, mittel, jugendlich) ab. Die "großen" Grunewalder verwandelten die Sitzung dann in den Saloon von "Greenwood" - inklusive inszenierter Kneipen-Schlägerei in bester Wild-West-Manier.

Gleich zweimal jubelte Prinz Wolfgang am Wochenende in "seinem" Grunewald. Natürlich trat das Dawerkuser Dreigestirn mit Gefolge im "Apollo" auf. Abends zuvor hatte es bereits eine Überraschungsparty für den närrischen Regenten gegeben, der am Donnerstag 50 Jahre alt geworden ist.

Quelle: RP
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