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Wermelskirchen
Behindertenbeirat will Aufzug ganz oben auf Prioritätenliste sehen

Wermelskirchen. Ein barrierefreier Zugang zum Bürgerzentrum ist bei Veranstaltungen möglich - wenn auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Schilder sollen helfen.

Seitdem der eigentlich als "Küchenaufzug" gedachte Lift kaputt ist, moniert der Beirat für Menschen mit Behinderung die barrierefreie Zugänglichkeit des Bürgerzentrums. Das betrifft vor allem Veranstaltungen, da das Rathaus barrierefrei erreicht werden kann. Deshalb sprach der Beirat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Empfehlung an den Ausschusses für Soziales und Inklusion aus, dass dieser bestimmt, dass die Stadtverwaltung die Erneuerung des Aufzuges ganz oben auf die Prioritätenliste zur Sanierung der städtischen Gebäude setzt. Diese zahlreiche Maßnahmen umfassende Liste liegt der Politik noch nicht vor, sie soll den Gremien noch vorgestellt werden.

Michaela Böllstorf vom Amt für Gebäudemanagement erläuterte: "Der Aufzug ist nicht mehr zu reparieren. Es kommt nur ein Austausch in Frage." Dafür sei eine Rückstellung im städtischen Haushalt erfolgt. Über die Prioritätenliste zur Beseitigung von Schäden an städtischen Gebäuden und damit die Reihenfolge der Reparaturen müsste allerdings die Politik entscheiden. Böllstorf stellte aber auch klar: "Das Bürgerzentrum ist barrierefrei zugänglich, dabei müssen allerdings längere Umwege in Kauf genommen werden."

Vor der Sitzung hatten Michaela Böllstorf, der Technische Beigeordnete Thomas Marner und Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderung die Örtlichkeit besichtigt: Ein barrierefreier Zugang zum Bürgerzentrum existiert auf der zum Stadtkarree gewandten Gebäudeseite in Höhe des Eingangs zum Stadtcafé. Hier ist der Nachteil, dass sich diese Tür nur mit relativ viel Zugkraft öffnen lässt.

Eine Alternative stellt der Haupteingang zum Rathaus mit sich automatisch öffnenden Türen dar. "Wir werden sicherstellen, dass diese Türen bei Veranstaltungen zukünftig geöffnet sind", sagte Böllstorf. Dann könnten beispielsweise Rollstuhlfahrer den regulären Rathausaufzug nutzen und so auf die Etage der Säle des Bürgerzentrums gelangen. Das sei für Ortsfremde ein umständlicher und nicht ersichtlicher Weg, stellte der Beirat fest. Daraufhin versprach Thomas Marner, dass provisorische Hinweisschilder platziert werden: "Der Beirat kann uns sinnvolle Stellen empfehlen, wo die Hinweise Sinn machen." Das würde zumindest übergangsweise eine Lösung schaffen.

Die Nutzung des seitlichen Eingangs beim Stadtcafé sei sinnvoll, wenn der "Küchenaufzug" wieder funktioniere, waren sich die Anwesenden einig. Deshalb versprach Thomas Marner: "Sobald der Aufzug erneuert wird, sorgen wir für einen elektronischen Türöffner an dieser Stelle."

(sng)
 
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