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Wermelskirchen
Behindertenparkplatz vor Stadt-Karree wird länger

Wermelskirchen. Der Behindertenparkplatz vor dem Stadt-Karree in Höhe dm-Drogeriemarkt/Commerzbank wird nicht verlegt. Das machte Tiefbauamtsleiter Harald Drescher auf der Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung noch einmal deutlich. Auf eine Anregung von Beiratsmitglied Rainer Blom ließen sich die Vertreter der Stadtverwaltung jedoch ein: Die Parkbucht wird um einen Meter nach Westen hin verlängert. Obendrein bekommt die Parkbucht zusätzlich zum Verkehrsschild "Behinderten-Parkplatz" das Hinweisschild "Parken entgegen der Fahrtrichtung erlaubt." Diese Zusagen machte der Technische Beigeordnete Thomas Marner auf seiner ersten Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung: "Wir machen das Schild dort hin und wir verlängern den Parkplatz. Das braucht aber seine Zeit, das geht nicht in zehn Tagen."

Der Behindertenparkplatz war in die Diskussion geraten (wir berichteten), weil sich dort zwei Probleme im Alltagsbetrieb ergeben. Wer dort rückwärts einparkt, steht mit seinem Kofferraum am Abgrenzungsbereich mit Bepflanzung und Mülleimer, was ein Be- und Entladen beispielsweise eines Rollstuhls erheblich erschwert. Zum anderen ist die Möglichkeit, dort vorwärts entgegen der Fahrtrichtung einzuparken, um einen frei zugänglichen Kofferraum zu haben, kaum bekannt. "Außerdem erfordert diese Option ein erhebliches Rangieren, man muss rückwärts durch Fußgänger- und den Einfahrtsbereich hinaus in den Verkehr", bemängelte Rainer Blom. Beschimpfungen von Passangen waren die Folge.

Für die Stadtverwaltung ließ Harald Drescher letztere Argumente nicht gelten, schließlich müsse dort jeder vorsichtig fahren und sich in den Verkehr hineintasten. Der Tiefbauamtsleiter hatte zuvor erläutert, dass eine Umlegung des Behindertenparkplatzes schlicht zu teuer sei: "Dafür müsste viel Natursteinfläche aufgehoben und neu verlegt werden, was sich auf mindestens 7000 Euro summieren würde. Außerdem ist der jetzige Behindertenparkplatz deutlich größer als die übrigen Parktaschen in diesem Bereich."

Drescher verwies zudem auf die weiteren Behindertenparkplätze, die an der ehemaligen Post, an der Stadtsparkasse-Hauptstelle und im Rathaus-Innenhof ausgewiesen sind. Beiratsmitglied Petra Sprenger bekräftigte die Problematik: "Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung, andere Betroffene haben es mir bestätigt. Die Situation ist unübersichtlich und so extrem gefährlich."

Durch eine Verlängerung des Parkplatz ergibt sich die Option, beim Rückwärtseinparken nicht ganz an die Begrenzung heranfahren zu müssen. Der Beirat hofft nun, dass die angekündigten Maßnahmen eine Verbesserung bringen. Und die Beiratsvorsitzende Brigitte Hallenberg sagte sogar: "An der jetzigen Stelle ist der Parkplatz am besten."

(sng)
 
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