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Wermelskirchen
Bei den Mofa-Kennzeichen zählt ab dem 1. März Grün statt Blau

Wermelskirchen. Ende Februar wird wieder heftig in den Garagen und Kellern geschraubt. Denn ab Dienstag, 1. März, ist die Farbe der neuen Mofa-Schilder grün statt bisher blau. "Wer dann noch mit dem alten Kennzeichen fährt, hat keinen Versicherungsschutz mehr und macht sich außerdem strafbar", stellt Lothar Weber, Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), klar.

Ein neues Schild, ein Jahr lang gültig, ist für etwa 70 bis 130 Euro bei den Versicherungskaufleuten zu haben. "Der Haftpflichtschutz für Zweiräder leistet bei finanziellen Ansprüchen von Geschädigten nach einem Unfall Schadenersatz bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden", berichtet Weber. Ein Versicherungsschild sei für alle motorisierten Zwei- und Vierräder bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum Vorschrift. Das gelte für Mofas und Leichtmofas, Mopeds und Kleinkrafträder (Mokicks und Roller) und sogar für Krankenrollstühle und Roller-Scooter, wenn sie schneller sind als sechs Kilometer pro Stunde.

Wird ein dreirädriges Kleinkraftrad oder vierrädriges Leicht-Kfz (nicht zu verwechseln mit einem sogenannten Quad), die beide eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h haben, mit Mofa-Kennzeichen gefahren, kostet die Versicherung einen deutlichen Freizeitspaß-Zuschlag von etwa 20 bis 30 Euro pro Jahr.

Auch für die E-Bikes, die ohne Muskelkraft mehr als sechs bzw. mit Tretunterstützung bis maximal 45 km/h schnell sein können, ist ebenfalls eine gesonderte Haftpflichtversicherung und ein neues Versicherungskennzeichen notwendig. Weber: "Eine Betriebserlaubnis des TÜV wird für diese umweltfreundlichen Zweiräder ebenfalls benötigt, wie der Besitz eines Führerscheins der Klasse M, sofern der Fahrer nach dem 1. April 1965 geboren ist."

Bei der Schilderausgabe wird die Technik nicht kontrolliert. "Frisierte Fahrzeuge bleiben aber illegal", betont Lothar Weber. "Daher zahlt die Haftpflichtversicherung nach einem verursachten Unfall zwar den Schaden des Unfallopfers, holt sich aber das Geld vom Schädiger zurück." Mofa- und Mopedfahrer sind allerdings ausgesprochen vorsichtig, hat er festgestellt. Denn von den etwa 1,7 Millionen "kleinen Motorrädern" verursacht jedes Jahr nur etwa jeder 13. von 1000 einen Unfall.

(büba)
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