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Wermelskirchen
Beiratswahl - Ausschuss gibt keine Empfehlung an den Rat

Wermelskirchen. Eigentlich sollte der Ausschuss für Soziales und Inklusion am Donnerstagabend einen empfehlenden Beschluss an den Stadtrat fassen, wie die Wahl des Beirates für Menschen mit Behinderung in Zukunft ablaufen soll. Doch Michael Schneider (CDU) beantragte für seine Fraktion, das Thema am Montag im Rat (17 Uhr, Rathaus) zu diskutieren und eine Entscheidung zu treffen. Begründung: Es sei kurz vor der Sitzung noch ein Fax eingegangen, über das er zwingend mit seiner Fraktion sprechen müsse. "Wir haben noch Beratungsbedarf."

Die WNKUWG fordert bereits seit Monaten ein neues Verfahren für die Wahl des Beirates. Sie will eine Urwahl nach dem Vorbild der Stadt Lohmar. Dies haben die Mitglieder des Beirats jedoch bereits einstimmig abgelehnt. Zurzeit setzt sich der Beirat aus Vertretern von Verbänden und Selbsthilfegruppen zusammen, die sich um einen Platz bewerben. Zu einer internen Wahl kommt es nur, wenn es mehr Bewerber gibt, als Sitze zur Verfügung stehen.

Dezernent Jürgen Graef appellierte, dass der Sozialausschuss als beschlussfähiges Gremium vor dem Rat zu diesem Thema Stellung beziehen sollte. Zudem erläuterte er noch einmal die Funktion des Beirates. "Er handelt sich um ein beratendes Fachgremium, das sich in Wermelskirchen etabliert hat", sagte Graef und fügte an: "Der Beirat hat bislang erfolgreiche Arbeit geleistet." In einer teils hitzigen Diskussion trugen Befürworter und Gegner einer Urwahl dann nochmals ihre Argumente vor. Dann kam die Info mit dem Fax - daher wird das Thema jetzt am Montag nochmals diskutiert und dann beschlossen.

(ser)
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