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Wermelskirchen
"Bella Melodica" begeistert Zuhörer

Wermelskirchen. Im Vorjahr kamen rund 60 Besucher, diesmal begrüßte der Frauenchor "Bella Melodica" beim Adventssingen in den Bürgerhäusern gut 75 Zuhörer - nicht alle fanden einen Sitzplatz. "Vielleicht hat ja irgendwer irgendwelche Pappbecher in der Tasche", versuchte die zweite Vorsitzende des Chores, Gaby Stäbe, mit Humor die Situation zu entspannen. Für die Besucher war nämlich nicht nur der Eintritt zum Adventssingen frei, Kaffee und Plätzchen gab es für das Publikum ebenso kostenfrei. "Wir sind überwältigt, wir haben nicht mit so viel Zuspruch gerechnet", freuten sich die Vorsitzende Renate Chlosta und Gaby Stäbe: "Wir müssen für das Adventssingen im kommenden Jahr wohl größere Räumlichkeiten organisieren."

In den Bürgerhäusern erlebten die Besucher einen Nachmittag, den die 17 Sängerinnen von "Bella Melodica" als Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit organisiert hatten. Der Chor stimmte bekannte Melodien der Jahreszeit wie "Gloria in excelsis Deo", "Little Drummer Boy" (in der deutschsprachigen Kanonversion) oder Heiteres wie "In der Weihnachtsbäckerei" an. Kaum treffender als mit dem dritten Lied des Programms, "Advent ist ein Leuchten, ein Licht in der Nacht", formulierte "Bella Melodica" den Sinn und Zweck des Nachmittags.

Dazu animierte der Frauenchor die Gäste erfolgreich zum Mitsingen. Die Texte dazu waren gut lesbar auf eine Leinwand projiziert. Chorleiterin Martina Niemeyer dirigierte den Auftritt nicht nur, sondern begleitete den Gesang stellenweise mit Gitarre oder am Klavier. Mit Kurzgeschichten und Gedichten spickten die Sängerinnen ihr Programm, so dass für Abwechslung gesorgt war. Natürlich waren die Botschaften der Anekdoten weihnachtlich geprägt: "Durch Schenken wird man reich allein." Eine Kurzgeschichte erzählte von einem Engel, der eine Passantin inmitten des hektisch-lauten Treibens eines Einkaufscenters anhält: "Sie gehen zu schnell, dann sieht man die Schönheit der Welt nicht." Klar, dass die Passantin zu dem Schluss kommt: "Ich gehe nun langsamer und lasse meinen Augen Zeit zu schauen."

"Für uns weltliche Chöre ist es nicht so einfach, eine Räumlichkeit für Konzerte zu finden. Die Kirchen nehmen zu hohe Gebühren", erläuterte die "Bella Melodica"-Vorsitzende Chlosta, die sich angetan von der Steigerung der Besucherzahl zeigte: "Hoffentlich finden wir Mitstreiterinnen, wir suchen dringend Sängerinnen." Zur Zeit seien 17 Frauen im Chor aktiv, mindestens fünf oder sechs weitere wären eine willkommene Bereicherung. 2018 feiert der Frauenchor das 30-jährige Bestehen. Dafür ist ein Jubiläumskonzert geplant.

(sng)
 
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