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Wermelskirchen
Benefizkonzert im Bad soll zur Tradition werden

Den überragenden und unerwarteten Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr konnte das Benefiz-Rockkonzert im Freibad Dabringhausen am Wochenende nicht wiederholen. Waren es 2015 noch gut 600 Besucher, die das vom Förderverein Freibad Dabringhausen (FFD) veranstaltete Konzert miterlebt hatten, zählte FFD-Vorsitzender Michael Unbehaun am Samstagabend etwa 350 Zuschauer. Unbehaun war aber keinesfalls deprimiert: "Das ist der Witterung und natürlich gleichzeitig stattfindenden Großveranstaltungen wie der ,Kölner Lichter' geschuldet. Wir werden das Benefizkonzert 2017 auf jeden Fall wiederholen, das wollen wir zur Tradition machen."

Mit Blick auf das unbeständige Wetter (entgegen aller Vorhersagen blieb es am Samstagabend aber trocken) sei die Zahl der Besucher gut gewesen, resümierte Unbehaun. Im Vorjahr hatten hochsommerliche Temperaturen geherrscht - viele Schwimmer waren zum Benefizkonzert abends einfach im Freibad gebleiben. Unbehaun: "Das waren Hunderte - und die fehlen heute."

Mit "Adam Glosnicki & the electric coast" und "Wo ist Behle?" setzte der FFD wieder auf Bands aus Wermelskirchen. Ganz familiär und dörflich ging es auch am Getränkestand zu. Dort zapften, bedienten und bewirteten Freiwillige von diversen Dabringhausener Vereinen, etwa der Altstadtgarde und des DTV, die Besucher. Im Vorjahr hatte der FFD am Getränkestand mit einigen Problemen zu kämpfen, weil niemand mit dem derart starken Besucherandrang gerechnet hatte. Heiko Cürlis hatte die ehrenamtlichen Helfer jetzt im Schichtdienst eingeteilt - und es lief diesmal wie am Schnürchen. "Wir finden es toll, dass sich die Vereine gegenseitig derart unterstützen. Das ist eine irre Entlastung für uns", lobte Unbehaun das Engagement.

Bestens gelaunt war auch das Publikum, das die Live-Musik der Bands feierte. Bob Hauenstein tanzte und klatschte nahezu ohne Unterlass zu den Rockklängen aus den 1970er Jahren von "Wo ist Behle?". "So muss das sein. Jetzt rücken die Besucher endlich mal an die Bühne heran und es tummelt sich." Gitarrist Thomas Behle hatte bei einer Ansage die Lacher der Zuhörer auf seiner Seite: "Ich wusste gar nicht, dass das Freibad einen Haupteingang hat. Wir sind früher immer zum Schwimmen über den Zaun geklettert."

(sng)
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