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Wermelskirchen
Bergische Miss Marple löst Mordfälle in Dabringhausen

Wermelskirchen. Die Bergische Miss Marple, Veronika Dornbusch-Bommelbeck, ist zurück: Ein Jahr nach der Premiere ihres Erstlingskrimis "Mordsjubiläum" präsentierte Autorin Ellen Jacobi (56) am Freitag in Dabringhausen die Fortsetzung ihres Regionalkrimis aus Wermelskirchen. Vor ihrer Fangemeinde las sie aus ihrem neuen Werk "Mordsüberraschung". Von Cristina Segovia-Buendía

Vor ziemlich genau einem Jahr präsentierte die niederrheinische Buchautorin mit "Mordsjubiläum", ihren ersten Regionalkrimi aus Wermelskirchen im Restaurant "Markt 57". Hier im Ort könnte sich auch die Geschichte um ihre Hauptfigur Veronika Dornbusch-Bommelbeck, einer bergisch-verschrobenen älteren Dame, mit einem besonderen Riecher für skurrile Mordfälle, abspielen, denn die fiktive Ortschaft "Biblinghausen" verortet Jacobi im Dhünntal.

Was die gebürtige Niederrheinländerin überhaupt dazu veranlasste, ihren Krimi in Wermelskirchen spielen zu lassen, hatte sie zur Premierenlesung am Freitag gleich mitgebracht: Ihre Band "Heartland Travellers", mit der sie auch einige Stücke spielte. Mit ihnen probt die Autorin schon seit gut sechs Jahren in Emminghausen, wo die Band beheimatet ist. "Ich bin also oft hier und mag das Bergische Land mit seiner tollen Landschaft und den kleinen Orten wirklich sehr gerne. Ich finde das Landleben spannend und hinreißend." Bei ausgiebigen Wanderungen lässt sie sich vom Charme des Bergischen inspirieren und auch bei so mancher ihrer schrulligen, aber liebenswürdigen Figuren mag sich die Autorin gleich vor Ort umgeschaut haben.

Der humorvoll und spannend geschriebene Krimi rief schon im letzten Jahr nach einer Fortsetzung, der ihr mit "Mordsüberraschung" auch gelungen ist. Eine eingefleischte Fangemeinde von rund 40 Krimifreunden folgte der Einladung von Buchhändlerin Gabriele van Wahden zur Premierenlesung: "Das Besondere an Jacobis Krimi: Es ist viel unterhaltsamer und weniger blutig als andere Krimis."

Und neben einem flotten Schreibstil beherrscht die 56-jährige Autorin einen meisterhaften Umgang mit der Sprache, was das Lesen zu einem zusätzlichen Vergnügen gestaltet, berichten ihre Fans. Dass vor allem viele Dabringhauser unter ihnen sind, begründet die Buchhändlerin damit, "dass sie den Bezug zum Ort herstellen und die Orte kennen, die im Buch beschrieben werden."

Begierig warteten sie daher schon zu erfahren, auf welche skurrile Mordfälle die Bergische Miss Marple diesmal stoßen würden. Nur so viel soll hier verraten werden: Jacobi schafft mit der Fortsetzung einen nahtlosen Übergang, mit ähnlich hohen Spannungsbogen, gespickt mit zahlreichen humorvollen Passagen, was beim Premierenpublikum bestens ankam.

Quelle: RP
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