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Wermelskirchen
Bergischer Wanderbus rollt ab 19. März

Wermelskirchen: Bergischer Wanderbus rollt ab 19. März
Wermelskirchen. Wermelskirchen öffnet sich mehr und mehr dem Tourismus. Auch ein "Radbus" entlang der Trassen im Gespräch. Von Stephan Singer

Eine Fahrt mit einem Kinderkarussell koste mehr und dauere deutlich weniger lang. Mit diesem augenzwinkernden Vergleich verwies der RVK-Prokurist Udo Wasserfuhr auf das Erfolgskonzept "Bergischer Wanderbus", der als Linie 267 ab Samstag, 19. März, wieder zwischen Wermelskirchen und Rösrath an Samstagen, Sonn- und Feiertagen unterwegs ist. Für Wasserfuhr steht fest: "Dieses Projekt sollte Mut machen, gemeinsam an ähnlichen Themen zu arbeiten." So sei zurzeit beispielsweise ein "Radbus" im Gespräch, der entlang der Balkantrasse " mit einem Anhänger für Fahrräder fahren könnte.

Bis Allerheiligen, 1. November, ist der Wanderbus traditionell unterwegs. Wegen des frühen Oster-Termins in diesem Jahr beginnt auch die Saison des Gefährts mit 24 Fahrgast-Plätzen früh am 19. März. An den Wochenend- und Feiertagen verkehrt die Linie im Zwei-Stunden-Takt zehn Mal (fünf Mal in jede Richtung) im Zwei-Stunden-Takt zwischen 9.23 und 20.07 Uhr. Reinhard Haase, Amtsleiter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei der Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises, verweist auf den Erfolg des Projektes, das seit der Jungfernfahrt in 2010 steigende Fahrgastzahlen verzeichnet: "Wir haben im vergangenen Jahr mit 2930 Fahrgästen an der 3000er-Marke gekratzt und waren damit nahe an der Kapazitätsgrenze." Allein an Christi Himmelfahrt ("Vatertag") in 2015 beförderte der Wanderbus 160 Passagiere - die bislang stärkste Nutzung an einem einzelnen Tag. Die durchschnittliche Nutzung an den 70 Betriebstagen des Wanderbusses liegt bei rund 42 Fahrgästen pro Tag.

"Die Einbeziehung von Bergisch Gladbach, Bensberg und Rösrath in die Linie hat sich gelohnt. In diesem Jahr ist die Haltestelle Lüdorf in Dabringhausen neu", so Haase, der auch erläutert, warum nicht ein größerer Bus eingesetzt werden kann: "Ein klassischer Linienbus kann die Strecke nicht befahren, weil er an enge Passagen wie Maria in der Aue zu den schönen Ecken der Region einfach nicht durchkommt. Wenn es der Bedarf erfordert, müssen wir in Zukunft über einen zweiten Kleinbus nachdenken."

Während die Stadt Wermelskirchen und die Gemeinde Odenthal für die touristischen Aspekte des Projektes verantwortlich zeichnen, ist der für den ÖPNV zuständige Rheinisch-Bergische Kreis zuständig für die Umsetzung. Die RVK bedient mit dem Subunternehmen Meurer die Wanderbus-Linie. Florian Leßke von der Wirtschaftsförderung der Stadt Wermelskirchen schreibt dem Wanderbus eine große Bedeutung zu: "Der Bus macht die schönen Wanderwege in unserer Region erreichbar. Auch wenn Wermelskirchen traditionell nicht so touristisch ausgelegt ist wie beispielsweise Odenthal, werden die sogenannten weichen Standort-Faktoren immer bedeutender - das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Der Wanderbus ist ein Beispiel dafür, wie sich Wermelskirchen für den Tourismus geöffnet hat und öffnet."

Quelle: RP
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