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Ansichtssache
Berlin beschert neue Ausbaustufen für Ganztags-Betreuung

Meinung | Wermelskirchen. Die Stadt arbeitet gerade am OGS-Ausbau in Hünger und an der Schwanenschule. Nun ebnet die Groko den Weg zum Ganztag in der Grund- schule für alle.

Es kehrt Ruhe ein in Hünger. Die Pläne für die Erweiterung der offenen Ganztagsgrundschule fanden die Zustimmung der Elternschaft. Jetzt kann es bald losgehen. Die drangvolle Enge hat dann ein Ende. Auch in der Schwanenschule wird mehr Platz für die OGS geschaffen. Das sind nur zwei Beispiele für den wachsenden Platzbedarf an Schulen, der durch das Angebot einer Ganztagsbetreuung ausgelöst wird. Aber da kommt noch mehr auf die Stadt zu: Nach dem Rechtsanspruch auf eine Betreuung ab dem Babyalter, der einen großen Aufwand für den Kita-Ausbau nach sich zieht, folgt der im Koalitionsvertrag vereinbarte Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler ab 2025. Zwar sollen die Kommunen eine entsprechende finanzielle Unterstützung erhalten - es wird sich aber zeigen, ob sie kostendeckend ist.

Unabhängig davon wächst der Platzbedarf weiter und somit auch der Bedarf an Personal, der den OGS-Ausbau stemmt: von Verwaltungsmitarbeitern über Architekten bis hin zu Handwerkern. Denn es ist davon auszugehen, dass mehr Eltern das Angebot in Anspruch nehmen werden. Die Stadt ist gut beraten, kritisch zu prüfen, ob sie noch eigene Immobilien verkaufen oder Schulgebäude aufgeben sollte. Auch auf dem Markt der Anbieter von Modulen könnte es eng werden.

Jecke Zick auf bergischen Höhen? Ja und ein, von einem klassischen Rathaussturm und reihenweisem Schlips-Abschneiden kann wohl nicht die Rede sein. Die jecken Wiever fanden im Rathaus fast nur Männer ohne Kulturstrick vor. Auch das Chefbüro konnte nicht erobert werden, die Machtübernahme fand eine Etage tiefer statt, der Stimmungspegel stieg dennoch.

Was aber die Jecken vor allem in Dabringhausen und Dhünn zum Höhepunkt der Session auf die Beine stellen, ist beachtlich. Der Karneval lebt in Dawerkusen - Rosenmontag wird' s dort heiß hergehen. Es bleibt zu hoffen, dass der Alkoholkonsum im Rahmen bleibt und sich das junge Narrenvolk nicht zum (Koma-)Saufen hinreißen lässt. Also: Kumm loss mer fiere.

Quelle: RP
 
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