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Wermelskirchen
BEW setzt verstärkt auf "Sonnenernte"

Wermelskirchen. Auch im Bergischen nimmt die Zahl der Solaranlagen stetig zu; allein in Wermelskirchen gibt es mehr als 200. Die Verantwortlichen des Energieversorgers BEW sehen auf den Dächern in der Region jedoch noch viel Potenzial. Er bietet eine Möglichkeit an zu errechnen, ob eine Anlage auf dem eigenen Dach rentabel ist. Von Stephan Büllesbach

Das Bergische ist nun wahrlich nicht der Oberrheingraben um Freiburg, wo es deutschlandweit nicht nur am wärmsten ist, sondern auch die meisten Sonnenstunden gibt. Das Bergische steht eher für Regen - und dennoch lohnt sich in der Region mitunter eine Solaranlage auf dem Dach. Das jedenfalls geht aus einer Pressemitteilung der BEW hervor.

Die Rahmenbedingungen für die Förderung von Photovoltaikanlagen hätten sich in den vergangenen Jahren zwar verändert, schreibt Sonja Gerrath. "Dennoch gibt es attraktive Anreize für Gewerbetreibende und Hauseigentümer, vor allem für Eigenstrommodelle." Daher seien auch im vorigen Jahr weitere Photovoltaikanlagen auf Dächern in Wermelskirchen installiert worden.

2016 produzierten die insgesamt 271 Anlagen in Wermelskirchen 3,6 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom. Dies entspricht laut BEW dem Verbrauch von rund 1200 Haushalten, wobei der durchschnittliche Jahresverbrauch pro Haushalt mit 3000 kWh berechnet wurde. Zwar wurden 2016 weniger Sonnenstunden verzeichnet, aufgrund des Baus weiterer Anlagen in Wermelskirchen wurden jedoch rund 300.000 kWh mehr eingespeist als 2015. Zudem hat die "Sonnenernte" einen positiven Nebeneffekt: "Neben der Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien wird so in Wermelskirchen der jährliche CO2-Ausstoß um rund 1713 Tonnen reduziert", rechnet Sonja Gerrath vor.

Die meisten Anlagen befinden sich auf Privathäusern und gewerblichen Betrieben. Zehn Anlagen hat die BEW in Wermelskirchen auf öffentlichen Dächern in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Wohnungswirtschaft errichtet - etwa auf der Schwanenschule, dem Rathaus oder der Mehrzweckhalle Dabringhausen. Über das gesamte Netzgebiet der BEW Netze sind inzwischen 1114 Anlagen mit einer Leistung von mehr als 15,5 Megawatt installiert, die in 2016 mehr als zwölf Millionen kWh eingespeist haben.

Die BEW rät nun, umgehend mit der eigenen Solaranlage sauberen Strom zu produzieren. Das würde auch nachhaltig die Stromkosten senken. "Drei gute Gründe sprechen dafür", betont Sonja Gerrath. Erstens stünden jetzt nicht nur die sonnen-, sondern auch die ertragreichsten Monate an. Zweitens sei eine kleine, rentable Solaranlage ab 5000 Euro erhältlich. Und drittens könne die eigene Anlage einfach selbst - vom Sofa aus - geplant werden. Die BEW hat dazu ein neues Internetangebot geschaffen: Unterwww.bergische-energie.de/solarberatung bekommen Interessierte nicht nur Antworten zu Fragen rund um Solaranlagen, sie können auch sofort in die Planung einsteigen. "Mit dem Solar-Schnellcheck sind nur wenige Klicks notwendig, um herauszufinden, wie viel mit einer eigenen Solaranlage gespart werden kann", heißt es in der BEW-Pressemitteilung. Im Online-Planungsportal könne die Anlage anschließend im Detail innerhalb von 15 Minuten selbst geplant werden.

Quelle: RP
 
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