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Wermelskirchen
Bewegliche Poller kosten 15.000 Euro

Wermelskirchen: Bewegliche Poller kosten 15.000 Euro
In Erkrath gibt es Poller, die auf Knopfdruck heruntergefahren werden können, um die Durchfahrt zu ermöglichen. Wäre das eine Lösung für Wermelskirchen? FOTO: Janicki
Wermelskirchen. Wird der Verkehr auf der Telegrafenstraße durch Schilder tatsächlich reduziert? Von Sebastian Radermacher

Seit Mittwoch ist die Durchfahrt am Ende der Telegrafenstraße verboten. Eine komplizierte Beschilderung weist die Autofahrer daraufhin. Weiterhin missachten viele Autofahrer die neuen Schilder und fahren durch den Engpass Richtung Eich. Eine Alternative zur Beschilderung des Durchfahrtsverbots wäre das Aufstellen von Pollern, die auf Knopfdruck, zum Beispiel von Linienbusfahrern, herunter- und wieder hochgefahren werden können. "Das wäre eine Möglichkeit, die aber deutlich mehr Geld kostet", sagt Tiefbauamtsleiter Harald Drescher. Er rechnet mit Kosten von bis zu 15.000 Euro für solche beweglichen Poller. Er regt an, zunächst den Versuch abzuwarten, ob der Durchgangsverkehr mit der aktuellen Beschilderung reduziert werden kann.

Unterdessen macht die Euco Ring KG, Betreiber des Stadt-Karrees, weitere alternative Vorschläge zur Verkehrsberuhigung. "Wir können den Wunsch nachvollziehen, den Verkehr in der Telegrafenstraße zu reduzieren. Aber wir halten die Teilsperrung und Umleitung nicht für den richtigen Ansatz", teilt die Firma aus Bochum mit. Sie regt an, die Geschwindigkeit auf dem Brückenweg (aktuell Tempo 30) zu erhöhen, sofern dort keine Schulwege die Straße kreuzen. Zudem sollen auf der Telegrafenstraße zwei Fußgängerampeln errichtet werden, die im Dauerbetrieb "Rot" für den Verkehr und "Grün" für die Fußgänger anzeigen. So würde die Durchfahrt deutlich unattraktiv, ohne dabei den langsam fahrenden Kundenverkehr negativ zu belasten. Drescher bezeichnet den Vorschlag mit den Ampeln als "nette Idee", die sehr viel teurer ist als die Beschilderung. "Eine Ampel kostet zwischen 20.000 und 50.000 Euro", stellt er klar.

Letztlich werden die Verkehrszählungen (einen Termin gibt es noch nicht) zeigen, ob die aktuellen Maßnahmen fruchten oder ob nachgebessert werden muss. Fakt ist: Die Aufenthaltsqualität in der Telegrafenstraße darf nicht unter dem Durchgangsverkehr leiden. Dies wurde im Zuge des Innenstadtumbaus festgezurrt. Hält sich die Stadt nicht daran, droht ihr eine Rückzahlung von Fördermitteln, die für den Innenstadtumbau verwendet wurden. Nach BM-Informationen würde eine Rückzahlung von mindestens einer Million Euro drohen.

Quelle: RP
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