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Wermelskirchen
Bistro Katt wird einmal im Monat zum Wohnzimmer der Jazz-Familie

Wermelskirchen. Am Donnerstag, 3. November, findet zum 150. Mal eine Jazz-Session im Bistro Katt statt. Das Niveau ist stetig gestiegen, sagt Organisator Michael Regenbrecht. Von Bernd Geisler

Michael Regenbrecht, der Organisator der Jazz Session im Bistro Katt, freut sich schon auf den Donnerstag, 3. November, 20 Uhr. Dann nämlich findet die 150. Jazz-Session statt. Ohne Ausnahme ist seit Beginn der Veranstaltungsreihe mit Live-Jazz-Musik am Donnerstag, 3. Juni 2004, kein erster Donnerstag eines Monats ausgefallen, an dem nicht abends im Bistro Katt der Jazz das Sagen hatte. Er hat im Laufe der Jahre immer mehr an Niveau gewonnen, mittlerweile freuen sich auch Jazzer aus dem weiteren Umfeld Wermelskirchens, wenn sie hier spielen dürfen.

Regenbrecht hat dafür eine ungeschriebene Regel aufgestellt: Eine Band soll durchschnittlich anderthalb Jahre zwischen zwei Auftritten warten. "Damit nicht eine Band die Bühne majorisiert", sagt er. Sonst kämen naturgemäß nur die besten zum Zuge. Aber das sei nicht die Absicht.

Und jetzt gerät Regenbrecht regelrecht ins Schwärmen: "Das soll eine große Jazz-Familie werden. Die musikalisch Kleinen spielen mit den Großen, das Duo hat keine Berührungsängste vor der Bigband, und die Zuhörer sollen so viele wie mögliche unterschiedliche Stile geboten bekommen." Für jeden solle etwas in diesem musikalischen Wohnzimmer dabei sein - für die Älteren und gerade auch für die Jüngsten. Es sei nicht das erste Mal, dass etwa Freunde des Dixieland auch für Modern Jazz gewonnen werden können: "Jazz ist breitgefächert, es hört nie auf, um etwas Neues kennenzulernen." Und das gelte natürlich auch für die Musiker. Jeder könne bei der Session nach dem Auftritt der "Opener Band" mitspielen. Die kopfschüttelnde "Jazz-Polizei" sei nicht anwesend. Und wenn, dann stände sie auf verlorenem Posten.

Natürlich ist Regenbrecht auch stolz, dass an markanten Terminen auch professionelle Jazzer mit exklusivem Ruf ihr Können zeigen. Etwa Frank Haunschild. Der diplomierte Jazz-Gitarrist unterrichtet als Professor für Jazz-Gitarre an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln. Er eröffnete mit seinem "Electric Trio" - Reza Askari (Bass), Volker Reichling (Schlagzeug) - die 100. Jazz-Session im Bistro Katt im September 2012. Im März 2015 griffen Frank Haunschild und Vitaliy Zolotov, Lehrer und sein ehemaliger Student, als Gitarrenduo zusammen in die Saiten - und in dieser Besetzung werden sie die 150. Jazz Session beginnen. Mit von der Partie sind Musiker der allerersten Stunde, darunter Les Searle (Piano), Michael Krautstein (Schlagzeug), Michael Regenbrecht (Bass) und ein langjähriger Weggefährte der Jazz-Session, Philipp Sauer (Saxofon).

Zwei Bands erscheinen mit zusätzlicher Sängerin: "Satin Doll" mit Valeria Laffin und "JK-Hausband" mit Heike Kaske.

Und dann heißt es wieder: "Willkommen auf der schnuckeligsten Jazz-Session in NRW!"

Quelle: RP
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