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Wermelskirchen
Blasorchester setzt auf Nachwuchsförderung

Wermelskirchen: Blasorchester setzt auf Nachwuchsförderung
Auch die Nachwuchsmusiker des Grundschulverbundes Dabringhausen/Dhünn durften beim Konzert des Blasorchesters Dabringhausen ihr Können zeigen. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Eine unerwartete Gesangseinlage hat dem Konzert des Blasorchesters Dabringhausen eine außergewöhnliche Note verliehen. Beim Open-Air-Konzert im Dorf-Park hatte Dirigent Reinhold Felthaus unter Begleitung seiner knapp 50 Musiker das weltbekannte Stück "Somewhere over the rainbow" angestimmt - und wurde dafür mit begeistertem Applaus der Zuhörer belohnt.

Nachdem das Orchester bei der Vorjahresveranstaltung noch unter Regen und Gewitter gelitten hatte, kamen zur 14. Auflage etwa 400 Besucher, um bei bestem Wetter einen lauen Sommerabend mit toller Musik zu erleben. "Ein geselliger Abend in der Gemeinschaft, das ist sehr schön", sagte Felthaus mit Blick von der Bühne auf die fast voll besetzten Sitzbänke im Dorf-Park.

Mit Auftritten der Schüler aus den Bläserklassen der Dhünntal-Grundschule und des Nachwuchsorchesters, die ins Programm integriert wurden, wurde das Open-Air-Konzert zu einem beeindruckenden Meisterwerk gelungener Jugendförderung und effektiver Nachwuchsarbeit. Unter der Leitung von Ralf von Tegelen zeigte das Nachwuchsorchester, dass viele Talente in den Startlöchern stehen, um später ins "große" Blasorchester der erwachsenen Musiker aufzurücken. Einige dieser jungen Talente durften sogar bei drei Liedern des Blasorchesters bereits mitspielen.

Dirigent Felthaus freute sich über die neuen Gesichter im Halbrund der Stuhlreihen der Musiker vor ihm: "Diese Jugendlichen stehen kurz davor, vom Nachwuchs- in das Blasorchester aufzusteigen. Sie bilden quasi die Mittelstufe zwischen Ausbildung und Erwachsenen-Orchester." Der Dirigent sparte nicht mit motivierendem Lob. Immer wieder forderte er die Besucher zu Applaus auf, der nun einmal das Brot des Künstlers sei.

Für den Solisten Robert Schwenk an der Trompete hatte Felthaus sogar eine freundschaftliche Umarmung übrig. Der 22-Jährige spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Trompete und zeigte sich nach dem Open-Air-Konzert in Dabringhausen angetan vom Auftritt vor heimischen Publikum: "Das macht stolz und froh, wenn es gut funktioniert", sagte er. Der beruflich als Werkzeugmacher tätige Musiker übt täglich an seinem Instrument: "Mein Talent wurde durch musikalische Früherziehung entdeckt und gefördert - dafür bin ich heute dankbar", sagte er.

Mit einem abwechslungsreichen Querschnitt aller Facetten der Blasmusik - geboten wurden Pop-Arrangements, klassische Märsche, Polka, Jazz, Film- sowie Musicalmusik - gestaltete das Blasorchester das fast fünfstündige Konzert, bei dem die "Linnefetaler Musikanten" den Schlusspunkt setzten.

(sng)
 
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