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Wermelskirchen
Bleek schafft klare Verhältnisse: OGS-Verträge gekündigt

Wermelskirchen. Die 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fünf offenen Ganztagsschulen in Wermelskirchen fühlen sich irritiert und von ihrem Arbeitgeber, der Arbeiterwohlfahrt Rhein-/Oberberg, "hängengelassen": "Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, in welcher Form es weitergeht", heißt es aus der Belegschaft. Denn: Die Stadtverwaltung hat jetzt die Reißleine gezogen und die Awo-Trägerschaft für die Ganztagsschulen (Waldschule, Tente, Pestalozzischule, Dhünn und Dabringhausen) zum Schuljahresende gekündigt.

Seit der Awo-Kreisverband über ein Defizit von gut 870.000 Euro berichtete, hätten viele Gespräche stattgefunden. "Bereits in dem ersten Gespräch mit uns hat die Awo deutlich gemacht, dass sie am ehesten die Trägerschaft über die Ganztagsschulen loswerden wollte. Wir haben jetzt mit der Kündigung klare Verhältnisse geschafften", sagte gestern Bürgermeister. Seiner Einschätzung nach sei es der Awo so betrieblich lieber gewesen, als wenn sie hätte kündigen müssen. "Wir haben genügend Baustellen mit der Awo. Wir haben damit eine geschlossen."

Wer der neue Träger wird, wollte Bleek nicht sagen. "Wir sind in Gesprächen." Der neue Träger sei aber in Wermelskirchen schon tätig.

Was mit der Kita-Trägerschaft Jörgensgasse geschehe, sei noch offen. Da wisse er nicht, wie sich die Awo verhalte. Awo-Geschäftsführerin Martina Gilles erklärte, man sei in Verhandlungen, um Schuldnerberatung und Kita zu sichern.

Die Schuldnerberatung sieht Bleek eher nicht gefährdet. "Die Awo hat zwar die Beschäftigten eingestellt, aber Kreis und Stadt zahlen Personal- und Betriebskosten", sagte der Bürgermeister.

(tei.-)
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