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Wermelskirchen
Bleek wehrt sich nach Kritik an Park-Plänen

Wermelskirchen: Bleek wehrt sich nach Kritik an Park-Plänen
FOTO: Moll Juergen
Wermelskirchen. In der Standort-Diskussion für einen Freizeitpark stellt der Bürgermeister klar, er habe der Politik alle vorliegenden Informationen genannt. Er kann das Umdenken einiger Fraktionen nicht verstehen.

Bürgermeister Rainer Bleek weist die öffentliche Kritik von Christian Klicki (CDU) an der Arbeit des Verwaltungschefs bei den Plänen für einen Freizeitpark mit Skateanlage für Jugendliche in aller Form zurück. "Ich habe in der Ratssitzung alle Informationen mitgeteilt, die mir derzeit vorliegen", teilte Bleek gestern in einer Stellungnahme mit. "Dass wir die Kosten noch nicht beziffern können, liegt daran, dass es noch keine Pläne des Vereins Rollrausch gibt, die konkrete Mindestvorstellungen zum Flächenbedarf und zur Ausgestaltung der Skaterfläche enthalten. Diese sind aber die Grundlage für weitere Bewertungen, insbesondere auch von womöglich erforderlichen Schallschutzmaßnahmen." Und wenn der CDU-Chef mit den gegebenen Informationen nicht zufrieden war, "warum hat er dann nicht direkt in der Ratssitzung nachgefragt? Dort hat er geschwiegen", sagte Bleek,

Er respektiere, dass für manche Fraktionen das Kaufinteresse von Wirtschaftstreibenden Vorrang habe und andere Interessen dahinter zurückstehen sollten. "Meine Position ist da jedoch differenzierter: Wirtschaftliche Interessen sind wichtig, aber sie sind kein Selbstzweck. Sie sind daraufhin zu prüfen, welchen Nutzen Sie für die Stadt bringen", erläuterte der Bürgermeister. Es gebe in Wermelskirchen viele, die Steuern zahlen und die auch Interessen haben. Bleek: "Diese Interessen können auch gegensätzlich zu anderen sein. In solchen Fällen muss die Politik auf der Basis von Fakten abwägen. Darin liegt ihre Verantwortung. Ich kritisiere, dass dieser Abwägungsprozess nicht stattfinden soll."

Der Hinweis auf alternative Flächen für einen solchen Park gehe weitgehend ins Leere. "Es sind bereits 13 Flächen geprüft worden. Bis auf eine Fläche, die die Verwaltung - sobald konkretere Pläne vorliegen - noch näher prüfen wird, sind alle halbwegs geeigneten Flächen im Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus bereits im Oktober 2015 dargestellt und diskutiert worden." Es habe daraufhin den einstimmigen Beschluss gegeben, am Standort Zenshäuschen festzuhalten und die Planung fortzuführen. Bleek fragt sich: "Welcher Erkenntnisprozess hat denn jetzt dazu geführt, dass einige Fraktionen sich plötzlich davon distanzieren?" Er plädiert dafür, "dass die Verwaltung ergebnisoffen ihre Arbeit machen und dem Rat später eine fundierte Beratung ermöglichen kann". Nach dem Sommer sollen konkrete Ergebnisse für die Nutzung der Fläche hinter Lidl vorliegen.

(ser)
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