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Wermelskirchen
Bleek: Wirtschaft muss bei Integration mehr leisten

Wermelskirchen. Wie kann die berufliche Integration von Flüchtlingen verbessert werden? Wo sind die größten Probleme? Welche Knackpunkte lassen sich womöglich schnell lösen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich auf Einladung der Stadt Wermelskirchen am Dienstagabend etwa 30 Vertreter aus der bergischen Wirtschaft. "Es war ein sehr guter und konstruktiver Austausch" - so fasste Bürgermeister Rainer Bleek den "Runden Tisch" zusammen.

Die Vertreter der verschiedenen Institutionen, etwa des Rheinisch-Bergischen Kreises, der Kreishandwerkerschaft, IHK, VHS und der Tertia GmbH, diskutierten mit der Stadtspitze über verschiedene Möglichkeiten für eine bessere berufliche Integration. Denn Fakt ist: "Es wurde deutlich, dass sehr viel auf den Schultern der ehrenamtlichen Helfer lastet", betonte Bleek. "Die stützenden Strukturen fehlen noch, und der Bedarf wird in der Wirtschaft oft noch nicht so recht erkannt." In vielen Fällen verlasse man sich zu sehr auf die Ehrenamtler. "In einigen Städten bröckelt dieses Engagement schon. In Wermelskirchen ist dies zum Glück nicht zu beobachten, die Ehrenamtler leisten tolle Arbeit", sagte Bleek. Er forderte, dass die Wirtschaft bei diesem Thema in Zukunft mehr leistet, "sie ist ja schließlich Nutznießer der ganzen Sache, gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel". Es gehe nun darum, die bürokratischen Hürden zu reduzieren, um die Integration zu verbessern. Ein erster Schritt für eine bessere Integration: Der Kreis (3000 Euro) und Tertia (2000 Euro) stellen kurzfristig Mittel zur Verfügung, um Flüchtlingen Nachhilfe zu ermöglichen. Bleek: "Wir werden diesen Runden Tisch auf jeden Fall fortsetzen."

(ser)
 
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