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Wermelskirchen
Blutkrebs - Stammzellenspende aus Wermelskirchen kann Leben retten

Wermelskirchen: Blutkrebs - Stammzellenspende aus Wermelskirchen kann Leben retten
FOTO: Kempner, Martin (mak)
Wermelskirchen. 705 Wermelskirchener registrierten sich 2015 als Stammzellenspender, um Christoph Schreiner zu helfen. Die DKMS benötigt nun eine dieser Spenden.

Bonnie Schreiner kann mit dieser erfreulichen Nachricht nicht lange hinterm Berg halten: Einer der 705 Wermelskirchener, die sich im Juli 2015 bei einer Aktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) als Stammzellenspender registrieren ließen, kann nun mit einer Spende einem erkrankten Menschen das Leben retten. Diese Nachricht erhielt die Wermelskirchenerin gestern von der DKMS. "Das ist eine tolle Nachricht, das ist der Wahnsinn", sagt die Wermelskirchenerin, die als Pflege-Fachbereichsleiterin bei der Diakonie arbeitet.

Rückblick: Die Diakoniestation Wermelskirchen hatte für den 5. Juli 2015 zu der Registrierungsaktion der DKMS aufgerufen. Die Blutkrebs-Diagnose bei Bonnie Schreiners Ehemann Christoph brachte den Stein der Hilfsaktion unter dem Titel "Christoph will leben!" ins Rollen. 705 Freiwillige ließen sich als Stammzellenspender registrieren. Die Chance, einen passenden Stammzellenspender zu finden, ist sehr gering, sie liegt bei 1:20.000. Umso glücklicher war Bonnie Schreiner, als in den USA ein passender Spender ("genetischer Zwilling") für ihren Mann gefunden wurde. Christoph Schreiner hat die Stammzellen-Transplantation gut überstanden. (BM berichtete). Die Chancen, dass der 44-Jährige den Blutkrebs besiegt, steigen von Tag zu Tag.

Die Initiatoren der Hilfsaktion hatten stets die Hoffnung, dass sich unter den 705 registrierten Freiwilligen ein lebensrettender Spender befindet - wenn nicht für Christoph Schreiner, dann vielleicht für einen anderen Erkrankten auf der Welt. Und genau so ist es eingetreten: Ein Spendenwilliger aus Wermelskirchen kann nun mit seinen Stammzellen ein anderes Leben retten.

Wo dieser erkrankte Mensch lebt, weiß Bonnie Schreiner nicht. "Das bleibt mehrere Jahre anonym." Sie ist nun einfach glücklich, dass sich die Hilfsbereitschaft der Wermelskirchener auszahlt. "Eine wundervolle Nachricht", sagt sie, "und die anderen Spendenwilligen bleiben ja bei der DKMS gelistet, vielleicht können auch sie bald helfen".

(ser)
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