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Wermelskirchen
BM-Leser testen das neue "Dellmann's Bräu"

Wermelskirchen: BM-Leser testen das neue "Dellmann's Bräu"
Das helle, obergärige "Dellmann's Bräu" wird in 0,33-Liter-Flaschen verkauft. Preis: zwei Euro pro Flasche. FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Vier Wermelskirchener probieren exklusiv das neue Bier aus Elbringhausen. Hopfig-bitter ist nur das Getränk - die Tester sind zufrieden. Von Stephan Singer

Einen exklusiven Einblick in die Räumlichkeiten und die Brauanlage des neuen "Dellmann's Bräu" in Elbringhausen erhielten jetzt Leser der Bergischen Morgenpost. Im Verlauf des zweistündigen Abends zeigte sich deutlich, dass sich die vier Wermelskirchener auf das Treffen vorbereitet hatten und ihnen auch ausgefallenere Biersorten nicht fremd sind. Wir hatten in unserer ersten Berichterstattung über "Dellmann's Bräu" unsere Leser aufgerufen, sich als Biertester zu bewerben. Die Wahl fiel schließlich auf Gerd Palmersheim, Dietmar Scholz und Patrick Incorvaia, der seine Lebensgefährtin Mira Dicke mitbrachte, was dem Abend unter dem Vorzeichen der vermeintlichen Männerdomäne "Bier" eine erfreuliche, weibliche Note verlieh.

Besonders fruchtbar und angenehm fiel das Urteil der vier Tester für die drei "Dellmann's"-Brauer aus, denn herbe Kritik hagelte es nicht. Angesichts der probierten Biere zeigten sich die Probanten begeistert, überrascht und resümierten einmütig: "Zum ersten Werksverkauf kommen wir auf jeden Fall und bringen bestimmt auch Bekannte mit, denen wir das Bier empfehlen!" Zum Auftakt servierten die Macher des Dellmann-Bieres - Simon Felbick, Sascha Porwitzki und Oliver Marquardt - das Bier, welches sie in Zukunft als Standard-Bier im Programm haben wollen: Ein helles, obergäriges Bier, das mit Pilsener und Münchener Malzen gebraut und in Anlehnung an das bergische Platt schlicht "Biir - Das Original" heißen wird.

FOTO: Moll Jürgen

Mit dem Hintergrundwissen, dass "Craft"-Biere (vom englischen "handcrafted" - handgemacht) eher für herben Geschmack bekannt sind, kommentierte Gerd Palmersheim seine ersten Schlucke: "Das ist mild." Daraufhin konstatierte Simon Felbick, dass die "Dellmann's"-Brauer ihrem "Biir" noch ein wenig mehr Bitterkeit verpassen wollen. Der 65-jährige Pensionär Palmersheim, ehemaliger Leiter der Katholischen Grundschule, fügte an: "Das Bier hat eine sehr schöne Farbe, der Schaum steht schön lange." Der 48-jährige Chemielaborant Dietmar Scholz, der sich selbst als leidenschaftlicher Biertrinker bezeichnet, stellte fest: "An dem Bier gibt es nichts zu entschuldigen. Das geht gut weg und ist für die Allgemeinheit geeignet." Für Mira Dicke (26) war klar: "Das ist auch ein Bier für die Damen!"

Ihr Lebensgefährte Patrick Incorvaia kommt als "Sales Manager" beruflich viel in der Welt herum und probiert gerne überall die örtlichen Biere: "Zuletzt habe ich in den USA dortige Pale-Ale-Biere probiert", erzählte der 37-Jährige. Er zeigte sich vom hopfig-herben "DePA" (Dellmann's Pale Ale) begeistert: "Das schmeckt wirklich gut." Und Mira Dicke ergänzte: "Durch die Ahnung, dass es sehr herb sein sollte, hatte ich es mir schlimmer vorgestellt. Es ist aber lecker und vor allem im Nachgeschmack überhaupt nicht bitter." Gerd Palmersheim lobte die Harmonie der "Bittertöne" in dem bernstein-rötlich-farbenen Bier, während Dietmar Scholz kurz und knapp konstatierte: "Ganz hervorragend!" Scholz schmeckte sogar den Mandarina Bavaria-Hopfen heraus, der unter anderem für das "DePA" verwendet wird.

Beide Biere haben zwischen fünf und sechs Prozent Alkoholgehalt. "Schwankungen von 0,1 Prozent kommen bei unserer handwerklichen Produktion vor, die gibt es immer", erläuterte Simon Felbick, der auch die Frage nach dem Preis beantwortete: "Wir werden die Biere in 0,33-Liter-Stubi-Flaschen verkaufen. Das ,Biir' soll zwei Euro kosten. Für das ,DePA' nehmen wir 2,50 Euro, weil die verwendeten Hopfensorten deutlich teurer sind und die Lagerzeit länger ist."

Dass eine Craft-Bierbrauerei in Wermelskirchen entstanden ist, begeisterte die anwesenden Bierfreunde in lockerer Runde unisono. Patrick Incorvaia, der übrigens ein ehemaliger Schüler von Palmersheim ist, und sein ehemaliger Direktor resümierten: "Das ist eine Riesen-Chance." Und Scholz war überzeugt: "Craft-Biere sind gerade ein Trend. Das wird klappen." Palmersheim lachte bei den Erläuterungen zum Braugeschehen, bei dem alleine vier Temperaturrasten genau einzuhalten sind: "Da ist ja das Machen von Wein einfacher." Alle BM-Leser untermauerten ihre Hoffnung darauf, dass sich "Dellmann's Bräu" langfristig etablieren wird.

Quelle: RP
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