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Wermelskirchen
Brennholz für den Winter aus dem Wald

Wermelskirchen. Holz für Kamine und Öfen wird immer begehrter. Wer es selbst im Wald schlagen will, braucht einen Motorsägenführerschein. Die Preise für den Raummeter steigen. Trockenes Lagerholz ist sofort verwendbar. Von Anna Mazzalupi

Der Herbst ist jetzt richtig da - und damit auch nebliges Wetter, Regen und kalte Temperaturen. Damit es zu Hause möglichst kuschelig ist, haben viele einen Kaminofen im Wohnzimmer. Die lodernde Wärme erzeugt ein ganz besonderes Ambiente und trägt zum Wohlfühlen bei.

Wer jedoch mit dem Kamin heizen möchte, braucht auch Brennholz und muss für den Winter vorsorgen. Wer sich sein Holz selbst zusammensuchen und schlagen möchte, kann bei der Stadt Remscheid einen Holzleseschein beantragen und im zugewiesen Teil in einem der drei Waldreviere die vorab besprochene Menge Holz selbst sägen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Motorsägenführerschein.

Die Scheine gibt es seit September. Weil die Nachbarstädte Wuppertal und Wermelskirchen keine Holzlesescheine mehr ausstellen, sei die Nachfrage stark gestiegen, erklärt Markus Wolff, Forstamtsleiter bei den Technischen Betrieben. Deshalb habe man die Scheine auf 200 pro Revier - also etwa 600 insgesamt - beschränkt. Der Ansturm auf die Scheine sei groß gewesen. "Um der gestiegenen Nachfrage zu begegnen, haben wir in diesem Jahr die Preise erhöht", sagt Wolff. Ein Raummeter kostet in diesem Jahr 40 statt 35 Euro. Das ist auch zeitgleich die Mindestabnahmemenge.

Wer keine Lust auf selber Hacken hat, kann auch fertiges Kaminholz im Bergischen bekommen. Dafür müssen Ofenbesitzer allerdings etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Wer hochwertige Buche oder Eiche nutzen möchte, muss pro Raummeter auch schon mit 90 Euro für einen 25-Zentimeter-Scheid rechnen. Dafür erspart man sich lange Trocknungs- und Lagerzeit von bis zu zwei Jahren und erhält das Holz passend mit der optimalen Restfeuchte von unter 20 Prozent. Die Preise seien in dieser Saison unverändert geblieben, sagt Jürgen Frese vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbau. Die Nachfrage nach Brennholz hingegen sei extrem gestiegen, nicht zuletzt, weil Brennöfen im Trend liegen. Engpässe hat Frese in seiner Halle am Hasten aber nicht. Bis zu 1000 Raummeter Brennholz lagern dort von Bäumen aus eigener Ernte und der Region. Höchsten 40 Kilometer entfernt liegt der Ursprungsort des Holzes.

Wer nur ab und an den Ofen nutzt, kommt oft mit bis zu drei Raummetern durch die kalte Jahreszeit. Für eine Komplettheizung müssen es schon bis zu zwölf Raummeter sein, empfiehlt Frese. In Remscheid ist die Lieferung kostenlos. Bei anderen Anbietern könnten aber Lieferungskosten anfallen.

Das Holz sollte zwar trocken und abgedeckt liegen. Es sollte aber auch Luft drankommen. Deshalb rät der Experte von einer Plane ab. Rund 90 Prozent bevorzugen im Übrigen Buche oder Eiche als Brennholz. Laubmischholz hat zwar rund fünf Prozent weniger Brennwert, ist dafür aber auch mit etwa 80 Euro pro Raummeter auch günstiger.

Quelle: RP
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