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Wermelskirchen
Bürger klagen über Raser und Falschparker

Wermelskirchen: Bürger klagen über Raser und Falschparker
Immer wieder von parkenden Autos wird diese Bank beschädigt - jetzt will die Stadt noch mehr Poller setzen. FOTO: Nico Hertgen
Wermelskirchen. Ge(h)spräche" in Dhünn: Fahrzeuge beschädigen die Bank an der Dorf-Eiche. Jetzt gibts's mehr Poller.

Auf den ersten Blick präsentiert sich Dhünn als idyllische bergische Ortschaft. "Hier kann es doch eigentlich gar keine Probleme geben", sagt der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa und fügt schmunzelnd hinzu: "Der ideale Platz für einen Rosamunde-Pilcher- Film."

Das sehen einige Anwohner anders. Auf Anregung von Peter Bongartz hatte der CDU-Ortsverband zu einem "Ge(h)spräch" eingeladen. Vor Ort sollen hierbei Probleme aufgezeigt und, wenn möglich, auch gelöst werden. So der Ärger um die Metallbank, die in der Dorfmitte um die alte Dorf-Eiche gebaut wurde. "Diese Bank wird immer wieder von Autos kaputtgefahren", beklagt Bongartz. "Die muss durch weitere Poller gesichert werden." "Das geht. Das können wir kurzfristig erledigen", sagt Prusa.

Ein weiteres Problem in den kleinen Straßen ist der Verkehr. Es wird zu schnell gefahren und falsch geparkt. Gehwege werden zugestellt, und für Fußgänger und Kinderwagen bleibt kaum Platz. "Das wird schwierig", sagt Prusa, "es sind zu viele Autos für ein kleines Dorf." Was bleibt, seien Verbotsschilder, Tempobegrenzungen und zur Not auch Strafen. Da müssen einige Anwohner lachen. "Die letzte Politesse haben wir im vergangenen Jahr gesehen", sagen sie. Eine Lösung ist schwierig. Wer an der Hauptstraße vor der Metzgerei auf der Straße parkt, legt den gesamten Verkehr lahm. Die Straße ist zu schmal. Also stellen sich die Verkehrsteilnehmer halb auf den Gehweg. Das passt dann für die Fußgänger nicht mehr. Und bei einem Parkverbot müsste die Metzgerei wahrscheinlich schließen. "Ich verstehe das Problem, sehe aber spontan keine Lösung", gesteht der Beigeordnete.

Viele neue Häuser sind im Rosenweg entstanden. "Wenn einige Familien fünf oder sechs Autos haben, wird es eng. So viele Stellplätze gibt es gar nicht", sagt eine Anwohnerin. Vielleicht hilft die "japanische Lösung"? Bis auf winzige Miniautos darf dort nur derjenige ein Auto kaufen, der einen Stellplatz nachweist. "Ich glaube nicht, dass ich diesen Vorschlag den politischen Gremien machen werde", sagt Prusa. Vieles lasse sich offenbar nicht mit Gesetzen und Verboten regeln. Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und einem sozialen Verhalten wären viele der angesprochenen Probleme gar nicht vorhanden, hieß es in der Runde.

Auf dem Schulhof gibt es auch positive Dinge. "Die Spielgeräte und der Rindenmulch als Fallschutz werden alle 14 Tage überprüft, und in den Bäumen wurden Drahtseile gespannt, die die Äste und Baumkronen sichern", erklärt Prusa. Beetpflege und Unkrautentfernung wird künftig von einer externen Firma erledigt. "Die Ausschreibung läuft zurzeit", sagt Prusa.

(wsb)
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