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Wermelskirchen
Bürger wirft der Straßenmeisterei "schlampige" Arbeit beim Mähen vor

Wermelskirchen: Bürger wirft der Straßenmeisterei "schlampige" Arbeit beim Mähen vor
Dieser Bereich an der B 51 gegenüber der Feuerwache wurde jüngst gemäht. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Sind die Straßenränder entlang der Dellmannstraße halbherzig, ja "schlampig" gemäht worden? Dieser Ansicht ist Werner Rötzel und macht seinem Ärger am Bürgermonitor Luft. "Das ist eine mangelhafte Dienstleistung, die ich mit meinen Steuergeldern bezahlen muss", schreibt er an die Redaktion. Von Udo Teifel

Ja, bestätigte Sabrina Kiebach, Sprecherin von Straßen.NRW, entlang der B 51 sei von der zuständigen Straßenmeisterei punktuell gemäht worden, um "Gefahrenpunkte" zu beseitigen: "Die Mitarbeiter haben das sogenannte Chinaschilf in einem kleinen Bereich geschnitten. Es kann bis zu zwei Meter hoch wachsen. Diese Pflanze wächst dort wie wild." Der turnusmäßige Schnitt entlang der B51 erfolgt später, berichtete sie. Dass Beschwerde geführt werde über das Wie, verwunderte Johannes Szmais, ebenfalls Sprecher Straßen-NRW. "Eigentlich melden sich die Bürger nur, wenn nicht gemäht werde." Straßen.NRW hat in der Region zwei Mähfahrzeuge für die Bundes- und Landstraßen sowie zwei für Rad-/Gehwege im Einsatz, um das Grün zu schneiden. Von Solingen über Remscheid, Wermelskirchen bis Rösrath müssen 500 Streckenkilometer bewältigt werden. "Damit sind die Fahrzeuge von März bis Oktober ausgelastet", sagt Kieback. "Sie schaffen den zweimaligen jährlichen Mähturnus."

Die Fahrzeuge sind auch nur mit einer Person, dem Fahrer, besetzt. Szmais: "Mehr Geld für Personal ist nicht vorhanden. Wenn jetzt auch noch die Pfosten sauber freigeschnitten werden müssten, bräuchte man einen Beifahrer. Und der kostet wiederum viel Geld." Die B51, sagt Kieback, sei im Mähturnus auch erst später an der Reihe.

Bei geraden Straßen könnte das Mähfahrzeug schon mal etliche Kilometer am Tag schaffen. "Haben wir Schutzplanken, dann ist das Mähen eine zeitaufwendige Sache."

Dass der Eindruck von Schlampigkeit für den BM-Leser beim Betrachten der Straßenränder entstanden sei, könnte daran liegen, so die Sprecherin, dass das geschnittene Gras liegen bleibe. Es werde aber mit dem Schneidegerät kleingehäckselt.

Quelle: RP
 
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