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Wermelskirchen
Bürgerbusverein sucht neue Fahrer

Wermelskirchen: Bürgerbusverein sucht neue Fahrer
31 Fahrer und Fahrerinnen sind im Bürgerbusverein aktiv; Wolfgang Craen (r.) organisiert als Vorsitzender und Geschäftsführer. Auf dem Foto sind nicht alle Fahrer abgebildet. FOTO: Craen
Wermelskirchen. Engagierte Ehrenamtler aller Altersstufen sind willkommen. Von Frederik Oehl

Ob Buchholzen, Höhrath oder Oberwinkelhausen: Viele kleine Orte in den ländlichen Randgebieten von Wermelskirchen sind nicht an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs angebunden. Von großer Wichtigkeit ist für ihre Bewohner daher der Bürgerbus, der mehrmals täglich die nicht vom ÖPNV angefahrenen Orte ansteuert. Momentan sucht der Bürgerbusverein, der den Service zur Verfügung stellt, neue ehrenamtliche Fahrer. Hauptsächlich aus Altersgründen werden drei bis vier der 31 derzeit aktiven Fahrer in diesem Jahr noch ihre Tätigkeit einstellen, teilte der Vorstand mit. "Deshalb ist Verstärkung dringend nötig", sagte Wolfgang Craen. Er ist Vorsitzender des Bürgerbusvereins. "Alle Fahrer sind bei uns ehrenamtlich tätig. Die Fluktuation ist momentan recht hoch, neue Fahrerinnen und Fahrer jeden Alters sind stets willkommen", erklärte Craen.

Gefahren wird täglich in drei Schichten von jeweils vier Stunden. "Jeder Fahrer absolviert zwischen einer und drei Schichten im Monat", sagte Craen. "Bei den Arbeitszeiten sind wir dabei flexibel und berücksichtigen individuelle Bedürfnisse."

Den aktuellen Bürgerbus-Fahrern ist die Freude an ihrer Arbeit derweil anzumerken: "Die Fahrgäste freuen sich, und das sorgt auch bei mir für gute Laune", sagte etwa Klaus-Dieter Fischer, der schon seit knapp zehn Jahren im Verein aktiv ist. "Ich habe vor, noch lange weiterzumachen", fügte Fischer hinzu.

Insgesamt ist der Bürgerbusverein gegenwärtig in einer sehr guten Lage: Die niedrigen Dieselpreise wirken sich positiv auf die Finanzen aus, und die Fahrgastzahlen steigen konstant an. 7934 Bürger hatten den Bus im Jahr 2015 insgesamt genutzt, und im ersten Halbjahr 2016 waren es schon wieder 200 mehr als im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres. Das Angebot richtet sich dabei an Bürger aller Altersklassen: "Der Bürgerbus wird vor allem von älteren Menschen gern genutzt - im Prinzip steht er aber allen offen", erklärte etwa Fischer. Für einen Einheitspreis von aktuell 2,20 Euro kann man auf der gesamten Strecke mitfahren - auch für eine kleine Rundfahrt durchs Bergische ist der Bürgerbus damit eine Option. Behinderte Menschen können den Bus kostenfrei nutzen. Bögen mit Erklärungen zum Ticketkauf und weiteren Fragen gibt es mittlerweile auch in arabischer, kurdischer und ukrainischer Sprache.

Alle, die Interesse daran haben, den Bürgerbus in Zukunft selbst zu fahren, können sich ab sofort bei Fahrdienstleiter Frank Sander melden. Voraussetzungen für die Arbeit als Bürgerbusfahrer sind ein Führerschein der Klasse 3 (neue Klasse B), ein Mindestalter von 21 Jahren, zwei Jahre Fahrpraxis, der Nachweis eines Führungszeugnisses und das Bestehen einer Fahrtauglichkeits-Untersuchung (deren Kosten vom Verein übernommen werden).

Wer diese Bedingungen erfüllt, kann im Bürgerbüro einen Personenbeförderungsschein beantragen - wenn dieser erst einmal ausgestellt ist, steht dem Engagement als Bürgerbus-Fahrer nichts mehr im Wege. Die Ehrenamtler hoffen jetzt auf zahlreiche neue Mitstreiter.

Quelle: RP
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