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Talente Die Solisten Des Preisträgerkonzertes
Bundessiegerin tritt am Samstag im PZ auf

Talente Die Solisten Des Preisträgerkonzertes: Bundessiegerin tritt am Samstag im PZ auf
Die 22-jährige Sängerin Anastasia Dacenko hat bereits den Bundeswettbewerb 2014 gewonnen. FOTO: privat
Wermelskirchen. Das "Jugend musiziert"-Preisträgerkonzert findet im Gymnasium statt. Der Eintritt ist frei. Wir stellen die jungen Solisten vor. Von Eva Budde-Jandt

Wermelskirchen Besondere Entdeckungen bereitet derzeit das Sinfonieorchester der Musikgemeinde Wermelskirchen unter Stabführung der Dirigenten David Hecker und Reinhold Felthaus vor: Die Wermelskirchener Musiker begleiten beim nächsten Konzert junge Künstler aus dem Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis, die beim Schülerwettbewerb "Jugend musiziert" prämiert worden sind und es teilweise bis zum Bundeswettbewerb geschafft haben. Der Verein "Jugend und Musik Rhein-Berg und Oberberg", kurz JuMBO, richtet alle zwei Jahre ein Konzert unter dem Motto "Junge Talente" aus, die jedes Mal mit einem anderen Orchester der Region abgehalten werden. "Die Konzerte sind eine Auszeichnung für die mitwirkenden Schüler und gleichzeitig ein Dank an unsere Sponsoren", sagt die Vorsitzende des Vereins, Dr. Barbara Engelbert. Die Hauptförderer des Schüler-Musikwettbewerbs sind derzeit der Rheinisch-Bergische Kreis und die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. Dank ihrer kann JuMBO das Konzert finanzieren. "Deswegen nehmen wir auch keinen Eintritt", erzählt Dirigent David Hecker.

Hecker ist selbst im Regionalausschuss von "Jugend musiziert" aktiv. Er hatte sein Orchester für das "Junge Talente"-Konzert ins Gespräch gebracht und so eine große Herausforderung für die Musiker an Land gezogen. Kreuz und quer durch alle Länder und Epochen der Musikgeschichte müssen sie springen - dabei schlagen sie sich wacker. Auf dem Programm des Konzertes stehen der Italiener Vivaldi mit einem Flötenkonzert, Beethoven und sein Klavierkonzert Nr. 4, die französische Romantik ist mit Arien von Léo Delibes und Charles Gounod vertreten. Dazu gesellt sich der Frühklassiker Jean Baptist Georg Neruda (Trompetenkonzert), der spritzige "Tango en skai" mit Gitarrensolo des Franzosen Roland Dyens (*1951), daneben noch Mendelssohn sowie Mozarts Ouvertüre zu "Die Entführung aus dem Serail", die beiden letzteren ohne Solistenbeteiligung. Für die meisten der jungen Solisten, die zwischen 14 und 22 Jahre alt sind, ist es der erste große Auftritt mit einem richtigen Orchester. Kein Wunder also, dass der erste Eindruck bei der Probe mit den Musikern des Sinfonieorchesters eher verloren wirkt. Doch mit den ersten gespielten Tönen ändert sich das schlagartig - trotz ihrer Jugend sind die Musiker schon Meister ihres Fachs, beherrschen sie doch ihre Stücke perfekt, die oft monatelang für den Wettbewerb "Jugend musiziert" vorbereitet wurden.

Der Wettbewerb vollzieht sich auf drei Ebenen: Der Regionalwettbewerb findet Ende Januar oder Anfang Februar statt. Wird eine genügend hohe Punktzahl erreicht, geht es weiter zum NRW-Landeswettbewerb im März und schließlich zur nationalen Ausscheidung, dem Bundeswettbewerb, der zumeist im Mai stattfindet. Nicht selten ist der Erfolg ausschlaggebend für die Berufswahl. Aber: "Der Berufswunsch Musiker war ausdrücklich keine Voraussetzung, um für das Konzert ausgewählt zu werden", betont Barbara Engelbert.

Bei der 22-jährigen Sängerin Anastasia Dacenko (1. Preis im Bundeswettbewerb 2014) hat es sich bereits entschieden: Seit kurzem studiert sie in Detmold Gesang bei der Professorin Gerhild Romberger. Bereits ab dem Alter von zwölf Jahren hatte die junge Sängerin immer wieder solistische Auftritte. "Wenn Jüngere und Ältere alles zusammen machen, macht das einfach Spaß. Ich liebe diese Stimmung", schwärmt die Studentin von den Aufführungen mit der Opernschule der Detmolder Musikhochschule. Glasklar lässt die Marienheiderin mit ukrainischen Wurzeln ihren Sopran zum spanischen Lied "La fille de Cadiz" von Delibes ertönen. Mit allem Mut ihrer Jugend versucht sie, den Charakter der schwierigen Walzer-Arie aus "Romeo et Juliette" von Charles Gounod zu erfassen. David Hecker ermahnt seine Musiker: "Je sauberer wir spielen, desto leichter fällt es auch Anastasia, sauber zu singen. Von uns hängt viel ab."

Quelle: RP
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