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Wermelskirchen
Christian Lindner (FDP) kandidiert für Bundestag

Bundestagswahl 2017: Christian Lindner (FDP) kandidiert
Christian Lindner (FDP) will in den Bundestag einziehen. FOTO: orthen
Wermelskirchen. Wer bei der CDU als Bundestagskandidat antreten wird, entscheidet die Parteibasis nächste Woche. Mit einiger Sicherheit wird der Sieger der parteiinternen Ausscheidung um die Nachfolge von Wolfgang Bosbach bei der Bundestagswahl gegen den Bundesvorsitzenden der FDP antreten: Christian Lindner bewirbt sich beim Kreisparteitag der Liberalen am morgigen Samstag als Direktkandidat für die Wahl im Herbst 2017. Parteiinterne Gegenkandidaten hat er bislang nicht. Von Guido Wagner

"Es war ja klar, dass ich gern wieder in meinem Wahlkreis kandidieren möchte", sagte der Bundes- und Landesvorsitzende der Liberalen auf Anfrage. Zum fünften Mal bewirbt sich der gebürtige Wuppertaler, der in Wermelskirchen aufgewachsen ist, in Rhein-Berg um ein Direktmandat für Landtag oder Bundestag. Anders als bei der Bundestagskandidatur 2009, als Lindner über die Liste ins Parlament einzog, wird er diesmal nicht mehr mit Bosbach konkurrieren müssen. Ob er jetzt eine Chance sieht, das rheinisch-bergische Direktmandat zu holen? "Ach wissen Sie, für uns ist die wichtigste Stimme doch die Zweitstimme", sagt er.

Natürlich freue er sich über ein gutes persönliches Erststimmenergebnis, aber bei der Frage, welche Partei in Rhein-Berg vorn liege, rechne er ebenso wenig mit großen Überraschungen wie bei der Frage, wen die CDU als Nachfolger von Bosbach ins Rennen schicke. Bei den Zweitstimmen allerdings hofft der 37-Jährige auf ein zweistelliges Ergebnis. Der Kreis sei eine Hochburg für bürgerlich-liberale Politik. Für Lindner wäre ein gutes Ergebnis in seinem Wahlkreis auch ein positives Zeichen für das Projekt "Wiedereinzug der FDP in den Bundestag". 2013 war die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Jetzt lässt Lindner keinen Zweifel daran, dass der Wiedereinzug gelingt.

Auch wenn er viel im Bundesgebiet unterwegs sei und die meiste Zeit "im Außendienst" verbringe, sei er doch regelmäßig in Rhein-Berg - und für seinen Wahlkreis stets erreichbar. Lindner war zwölf Jahre FDP-Kreisparteichef und hat heute Wohnsitze in Düsseldorf und Berlin.

Dass er 2017 in Rhein-Berg für den Bundestag kandidieren möchte, hatte Lindner nach eigenen Angaben bereits am Tag nach der Bundestagswahl 2013 angemeldet, als die FDP den Einzug ins Parlament verpasst hatte. Damals hatte FDP-Chef Philipp Rösler seinen Rücktritt angekündigt. Gleichzeitig hatte Lindner erklärt, für das Amt des FDP-Parteivorsitzenden zu kandidieren.

Bereits damals war er angetreten, den Wiedereinzug der Liberalen in den Bundestag anzuführen. Deshalb habe er sich jetzt auch nicht erneut als Direktkandidat für die Landtagswahl 2017 beworben, erklärt der Politiker. "Das hätte bedeutet, dass ich für eine komplette Legislaturperiode im Landtag zur Verfügung gestanden hätte."

Jetzt sieht die Zeitplanung Lindners, der auf der FDP-Liste für die Landtagswahl ebenso auf Platz eins steht wie auf der Liste für die Bundestagswahl, folgendermaßen aus: Bei den Landtagswahlen im Mai in den Landtag einziehen und nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 nach Berlin wechseln.

Quelle: RP
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