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Wermelskirchen
Lindner tritt für die FDP an, Kleine für die SPD

Bundestagswahl 2017 - Rheinisch-Bergischer Keis: Lindner tritt für die FDP an, Kleine für die SPD
Die FDP schickt Christian Lindner ins Rennen. FOTO: Orthen (Archiv)
Wermelskirchen. SPD und FDP haben ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 aufgestellt. Sie wollen Bosbachs Wahlkreis holen.

Christian Lindner ist Kandidat der FDP für die Bundestagswahl 2017 für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Bei der Kreiswahlversammlung wurde der in Wermelskirchen aufgewachsene Lindner mit großer Mehrheit gewählt. 48 Mitglieder stimmten für ihn, es gab eine Gegenstimme. Auch Nicht-Mitglieder waren ins Kreishaus gekommen, um die Bewerbungsrede Lindners zu hören, teilt die FDP auf ihrer Internetseite mit.

Lindner skizzierte seine Vorstellungen von der künftigen FDP-Politik. Dabei machte er sich erneut zum Fürsprecher der "vergessenen Mitte" in Deutschland, die mit einer Sozialabgaben-Quote von 40 Prozent zwischen den "Bedürftigen" und den "Super-Reichen" immer stärker belastet werde. Lindner forderte stattdessen einen Grundsteuer-Freibetrag von 500.000 Euro, damit junge Familien so die Chance zur besseren Vermögensbildung bekommen. Zur Gegenfinanzierung schlug er vor, "Amazon und Co. angemessen zu besteuern".

Für die SPD tritt Nikolaus Kleine bei der Bundestagswahl an. FOTO: SPD

Er forderte eine starke Polizei statt einer flächendeckenden Überwachung der Bürger - und einen starken Verfassungsschutz, kontrolliert durch das Parlament; beides in enger Kooperation mit den europäischen Nachbarn. Eines machte Lindner am Ende deutlich: Ein Regieren um jeden Preis wird es weder auf Landes- noch auf Bundesebene für die FDP geben. "Was zählt, ist die Möglichkeit, liberale Positionen verwirklichen zu können."

Die SPD Rhein-Berg schickt Nikolaus Kleine als Kandidaten um die Nachfolge von Wolfgang Bosbach in Berlin ins Rennen. Der Bergisch Gladbacher setzte sich bei der Wahlkreisdelegiertenkonferenz gegen Ute Stauer, ebenfalls aus Bergisch Gladbach, mit 39 zu 33 Stimmen durch. Nikolaus Kleine ist 60 Jahre alt und lebt in Bensberg. Der Diplom-Betriebswirt ist seit 1982 Mitglied der SPD und seit 1999 Ratsmitglied in Bergisch Gladbach. "Die Förderung von Schule und Ausbildung, auch für bildungsferne Gruppen - das ist mir wichtig", betonte Kleine. Oben auf seiner Agenda stehe auch der Einsatz für eine Reform der Renten- und Krankenversicherung. Zudem möchte er das Thema "kalte Progression" angehen. "Tarifsteigerungen müssen am Ende auch im Geldbeutel der Arbeitnehmer landen", forderte Kleine.

Für die Landtagswahl 2017 hat die Rheinisch-Bergische SPD mit Heike Engels im Landtagswahlkreis 22, zu dem Wermelskirchen gehört, eine Frau aufgestellt. "Mit so engagierten und motivierten Persönlichkeiten können wir bei den Wahlen nur gewinnen", meint Robert Winkels, Vorsitzender des Kreisverbands.

(ser)
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