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Wermelskirchen
Burg: Umleitung ist eingerichtet

Wermelskirchen. Verkehrsschilder und Stahlrohre zeugen vom Baustart zum Hochwasserschutz. Von Guido Radtke

Vom offiziellen Beginn der groß angelegten Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz in Unterburg zeugen am zweiten Tag nur die zahlreichen Halteverbote oder die Hinweisschilder auf die Sperrung der Eschbachstraße. Ab der Krahenhöhe sowie in umgekehrter Richtung ab der Burgtalstraße soll der Verkehr weiträumig über Müngsten sowie Remscheider Stadtgebiet umgeleitet werden. An die Empfehlung halten sich allerdings nur die wenigsten Autofahrer, was die Zahlen der wartenden Fahrzeuge vor den Behelfsampeln an der Eschbachstraße belegen: Die Schlangen sind genauso lang wie an jedem anderen Werktag.

Die erste Komplettsperrung ist für den 30. Juni angekündigt, wenn die Behelfsbrücke zum Mühlendamm eingesetzt wird. Unweit des Burger Bahnhofs ist die alte Betonbrücke bereits abgerissen. Es ist gut zu erkennen, an welcher Stelle das Provisorium platziert werden soll, über das die Anwohner der Straße Mühlendamm ab Mitte Juli ihre Häuser und Wohnungen erreichen werden - ab dem Zeitpunkt, wenn die noch bestehende Brücke am unteren Ende der Siedlung ebenfalls abgetragen und in der ersten Bauphase durch eine rund 20 Meter breite Arbeitsfläche aus Stahl ersetzt ist.

Die Stahlrohre mit einem Durchmesser von 1,20 Metern, die auf dem Gelände des Burger Bahnhofs gelagert werden, spielen bei dem Bauvorhaben eine wichtige Rolle. Sie werden verbunden in das Bachbett gelegt. An den beiden Enden werden große Sandsäcke in Trichterform ausgelegt, so dass der Eschbach durch die Rohre umgeleitet wird. "Das garantiert, dass an den Stützwänden trockenen Fußes gearbeitet werden kann", sagte Patrick Vondung, Projektleiter des Wupperverbandes. Vor dem Abriss der Mühlendamm-Brücke etwa kann so ein angrenzendes Gebäude im Kellerbereich in mehreren Schritten freigeschachtet und mit Beton unterlegt werden - so wie es an rund 40 anderen Stellen entlang des Eschbachs geplant ist. Vondung erklärt, dass diese sogenannte Unterfangung zwingend notwendig sei, um Folgeschäden von möglichen Erschütterungen zu verhindern.

Quelle: RP
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