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Wermelskirchen
"Cabaret" bringt neue Talente in der Zauberbude hervor

Wermelskirchen: "Cabaret" bringt neue Talente in der Zauberbude hervor
Die Laienspielgruppe "Grenzfrei" gab ihr Debüt mit der Aufführung von "Cabaret" in der "Zauberbude". FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. "Cabaret" - ein Programm aus Paris in der Zauberbude in Wermelskirchen - das passt zusammen wie Licht und Feuer, Frost und Kühle. Das und noch viel mehr waren vertreten in der Aufführung "Cabaret im Ausnahmezustand" des Theaterprojektes "Grenzfrei". Von Bernd Geisler

Durch gefühlt klirrenden Frost ging es hinab in die frische Kühle der Zauberbude im alten Haro-Werk in Elbringhausen, vorbei an brennenden Fackeln ins wohlige Licht des Raumes. Was den Besucher dort empfing, machte ihn warm ums Herz. Eine imposante Gestalt mit Hut öffnete die Tür und zeigte den Weg: Vorbei an zwei zarten Schauspielerinnen in Seidenkleidchen, die rechts und links des knallroten Bühnenvorhangs auf extra Hocker große Erwartungen weckten. Die schummerige Atmosphäre des ein wenig heruntergekommenen Etablissements "KittKatt" nahm die Besucher gefangen.

Die Besitzerin "Madame" konnte einem leidtun. Ihr Geschäft steht kurz vor dem Konkurs. Sie braucht dringend die Einnahmen der gleich stattfindenden Aufführung, doch leider fehlt der Star des Abends. Die Situation spitzt sich zu, als die Gerichtsvollzieherin erscheint, um mangels Bargeld die gesamte Einrichtung zu pfänden. Doch Madame ist nicht auf den Mund gefallen. Kurzerhand entdeckt sie das wahre Talent der Beamtin, einmal selbst auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten: Von nun an führt die Schuldeneintreiberin gekonnt und sehr lustig als Moderatorin durchs Programm.

Nacheinander treten "Hilfskräfte" auf und zeigen, was sie können. Und das kann sich hören und vor allem sehen lassen. Eine bemerkenswerte Initiative der beiden Initiatorinnen Monica Barata und Sabine Enzmann. Sie motivierten mittels der theatralischen Rahmenhandlung des "Cabaret" Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulen, ihre eigenen Talente zu zeigen.

Ein "Hypnotiseur" verwandelte die Figur einer gebrechlichen Dame in einen äußerst gelenkigen und rhythmisch begabten Breakdancer, ein adrettes Trio erweckte mit Gitarre und Gesang den Superhit "Some one like you" von Adele zu erwärmendem Leben, aus "der Bauchtanztruppe" legte die "Zuckerpuppe" einen authentischen orientalischen Tanz aufs Parkett, der Magier "Magic Tom" zeigte mithilfe des Publikums verblüffend professionelle Kartentricks, und die Tanzriege animierte die Besucher zu "New York, New York" mit zu klatschen. Sie ließen ferner als verkleidete Nonnen bei "I will follow him" die Fetzen fliegen und begeisterten die Leute mit Stuhlakrobatik und Flügeltanz. Eine kreative Idee führte zu einem integrativen Projekt und zu einer gelungenen Aufführung. Weiter so!

Quelle: RP
 
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