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Wermelskirchen
CCP - ein Markenzeichen

Wermelskirchen: CCP - ein Markenzeichen
Heinz-Willi Mergler, Konrektor der hauptschule. FOTO: RPO
Wermelskirchen. Das Hauptschul-Projekt begeistert nach wie vor die Menschen. Auch wenn es immer schwieriger wird, engagierte Schüler zu finden. Denn die Sängerinnen stehen längst ihre Frau im Beruf. Von Bernd Geisler

Sie sind in Wermelskirchen und Umgebung bekannt wie ein bunter Hund: die Mädels der Gesangs-Truppe „Constant Changing People“ (CCP). Nadine Weyer (25), Melanie Nocon (23), Jacqueline Meyer (20), Ilenia Cagnazzo (18) und Nadine Laser (17) haben alles drauf, was moderner Pop- und Rock-Gesang verlangt: Von rockiger Röhre über peppigen Pop bis hin zu schmachtendem Schmelz.

Vor rund 13 Jahren formierten sich die ersten Mädels zu CCP. „Damals entstand eine Schülerband mit drei Sängerinnen“, erinnert der heutige Konrektor der Hauptschule, Heinz-Will Mergler. „Doch die Instrumentalisten konnten mit der musikalischen Entwicklung der Mädels nicht Schritt halten. So entstand CCP – Live-Gesang zu Playback-Musik.“

Mergler band die Sängerinnen in die Ausbildung der Jüngeren mit ein: Sie schulten ihre Nachfolgerinnen und gaben ihnen Gesangsunterricht. Das konnte natürlich nur solange reibungslos über die Bühne gehen, wie CCP selbst noch Schülerinnen waren. Mittlerweile stehen alle fünf im Berufsleben; gleichwohl bemühen sie sich, noch für Nachfolgesängerinnen da zu sein.

Die Ausdauer fehlt

„Aber das ist schwierig“, sagt Melanie Nocon, mittlerweile Sekretärin. „Aufgrund unserer Arbeit haben wir natürlich nicht mehr so viel Zeit wie früher, und das gesangliche Interesse bei den Jüngeren ist nicht stark.“ Nadine Weyer fügt hinzu: „Die anfängliche Begeisterung fürs Singen ist zwar da, aber die Ausdauer fehlt. Die Jüngeren wollen sich nicht mehr anstrengen, gezielt üben und sich persönlich engagieren. Wenn eine Übungsstunde zu einer bestimmten Zeit nicht klappt, dann klappt‘s überhaupt nicht.“ Heinz Willi Mergler nickt, dann zuckt er mit den Schultern. Und natürlich ist CCP keine Band wie alle anderen. Dazu sind sie nach wie vor sehr stark im schulischen Geschehen eingebettet. Sie benötigen die Unterstützung durch die Technik - Geräte und Bediener – der Schule. „Bei der Technik haben wir keine Nachwuchssorgen“, sagt Mergler. Die Mädels bemühen sich, auf eigenen musikalischen Füßen zu stehen. Sie sind durch die Bank weg auch in anderen musikalischen Projekte eingebunden – vom Chor bis zur Rockband. Aber alle singen nach wie vor gerne bei CCP.

Was hat ihnen die Zeit mit CCP gebracht? Nadine Weyer bringt es auf den Punkt: „Wir hatten ein Ziel, einen Weg; wir fühlten uns bei CPP geborgen. Und unser Selbstbewusstsein wurde gestärkt.“ Die anderen nicken. „Ohne CCP wäre ich nie so intensiv zur Musik gekommen“, sagt Melanie Nocon. Jacqueline Meyer bestätigt: „Ich habe dadurch mein Hobby entdeckt. Ich wurde freier, es macht einfach Spaß.“ Alle stimmen zu. Spaß haben sie nach wie vor. In 2006 absolvierten sie mindestens jeden Monat einen Auftritt. Und so soll es auch in 2007 weitergehen.

Quelle: RP
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