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Serie Auf Ins Neue Zuhause
Das Eigenheim wird ein "Haus mit Herz"

Serie Auf Ins Neue Zuhause: Das Eigenheim wird ein "Haus mit Herz"
Ein Haus mit Herz - Katrin (v.l.), Joelina und Marcel Lehrmann im Zimmer der zweiten Tochter Finja (3). Der Innenausbau läuft auf Hochtouren. FOTO: J. Moll
Wermelskirchen. Wir begleiten Familie Lehrmann auf dem Weg in ihr Eigenheim. Zurzeit läuft der Innenausbau, bei dem die Lehrmanns auch selbst mit anpacken. Dass es für Häuslebauer immer wieder Probleme zu lösen gibt, haben auch sie erfahren müssen. Von Stephan Singer

WERMELSKIRCHEN Während Ehemann Marcel leicht ironisch die Augen verdreht, steht Gattin Katrin Lehrmann vor der mit Herzchen gespickten Tapete im zukünftigen Zimmer von Tochter Finja (3) und lacht: "Ja, die haben Finja und ich ausgesucht. Jetzt ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Haus mit Herz." Der Innenausbau im Einfamilienhaus mit der Nummer 17 im Neubaugebiet "Schwaner Knapp" läuft zurzeit auf Hochtouren, nachdem die Technik installiert worden ist.

In das vorgefertigte, von Holzständerwerk auf einem Betonfundament getragene Gebäude zieht Ende September Familie Lehrmann ein. "Ich hätte auf die Ziertapeten verzichten können. Aber das überlasse ich gerne meiner Frau", sagt Marcel Lehrmann. Im Zimmer von Tochter Joelina (vier Monate) sorgt demnächst eine Tapete mit Reh-, Eichhörnchen- und Igel-Motiven für kindliche Gemütlichkeit, im elterlichen Schlafzimmer ist eine zweifarbig-geblümte Tapete. Die Maler- und Tapezierarbeiten sowie die Bodenverlegung übernehmen die Lehrmanns zum Teil selbst. Zudem packt Katrin Lehrmanns Vater Thomas mit an, eine Malerfirma kümmert sich um die Raufasertapeten und den Anstrich.

Obwohl das Ehepaar von Anfang an möglichst wenig Eigenleistung erbringen wollte, ist es täglich mindestens einmal auf der Baustelle. "Die ständigen Fahrten zum Baumarkt und die ganzen Kleinigkeiten fressen immens viel Zeit", erzählt Katrin Lehrmann. Die Verkäuferin ist im Moment in Elternzeit, hat jedoch auch mit den beiden Töchtern alle Hände voll zu tun. Marcel Lehrmann arbeitet in der Industrie, versucht sich zwischenzeitlich, zum Beispiel durch Überstundenabbau, einen Tag freizunehmen. Er freut sich darauf, den Boden zu verlegen: "Dafür habe ich ein Händchen." Weniger Spaß hat den Lehrmanns das Schleifen und Grundieren von Wänden und Decken gemacht, wie Katrin Lehrmann erzählt: "Das schien gar kein Ende zu nehmen. Wir haben ausgesehen, als seien wir mit Puderzucker überzogen."

Dass für jeden Häuslebauer der Teufel bekanntlich im Detail steckt, mussten auch die Lehrmanns erfahren. Während die Fußbodenheizung läuft (zur Durchtrocknung des Estrichs) und Strom im ganzen Haus verfügbar ist, gab es für einige Tage noch kein Wasser. Der Grund: Zwar war die Wasserzähluhr installiert worden, es fehlte aber ein etwa ein Zentimeter langes Verbindungsstück, um die Wasserzufuhr endgültig an die Hausverteilung anzuschließen. Das ist nicht Aufgabe des Wasserversorgers und kein Problem für einen Installateur - aber für die Lehrmanns eben ein Zeitfaktor. "Wir haben uns damit geholfen, dass wir von Zuhause im Wolfhagen mit Wasser befüllte Eimer auf die Baustelle gefahren haben."

Sobald der Boden auf den zwei Etagen in dem 130 Quadratmeter großen Haus verlegt ist, will Katrin Lehrmann bei ihren täglichen Touren zur Baustelle schon einmal einige Kisten mitnehmen. "Natürlich ist es zwischendurch stressig. Dennoch freuen wir uns auf den Einzug", erzählt sie. Eine Sorge hat Katrin Lehrmann aber noch: "Es ist nicht sicher, ob die Küche pünktlich zum Einzug geliefert und aufgebaut werden kann." Zur Not müsse es einige Tage ohne gehen, was jedoch mit kleinen Kindern nicht einfach sei. Ihre alte Einbauküche haben die Lehrmanns mit ihrer kleinen Eigentumswohnung verkauft. Die Wohnung im Wolfhagen wurde wegen der zwei Kinder zu klein, die Töchter hätten dort keine eigenen Zimmer bekommen können.

Trotz des rasanten Baufortschritts und der damit verbunden Hektik ist sich Familie Lehrmann sicher: "Wir werden auf jeden Fall Zeit für die Kirmes finden."

Quelle: RP
 
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