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Wermelskirchen
Das Ende des Rasenplatzes am Höferhof

Wermelskirchen: Das Ende des Rasenplatzes am Höferhof
Der Rasenplatze am Höferhof. FOTO: Hertgen Nico
Wermelskirchen. Der DTV hat am vergangenen Sonntag das letzte Spiel auf dem Naturrasen am Höferhof ausgetragen. Seitdem bereiten die Ehrenamtler alles vor, damit am 2. Mai der Bau des Kunstrasenplatzes beginnen kann. Die erste Mannschaft trägt die nächsten Heimspiele im Eifgen aus. Von Sebastian Radermacher

Es ist eine Mischung aus Wehmut und Vorfreude, mit der Vereinsvorsitzender Andreas Gall den vergangenen Sonntag am Höferhof verbrachte. Wehmut deshalb, weil der 4:2-Erfolg der ersten Mannschaft des Dabringhauser TV in der Fußball-Bezirksliga gegen Union Solingen das letzte Meisterschaftsspiel auf dem Naturrasenplatz war. Aber auch Vorfreude, weil dies den Startschuss für den Bau einer neuen Sportanlage mit Kunstrasenspielfeld bedeutete. "Es war ein komisches Gefühl. Ich denke, dass es noch etwas wehmütiger wird, wenn wir auch den Asterweg verkaufen - dort habe ich meine Fußballjugend verbracht", sagt Gall.

In der vergangenen Woche hatten sich Vertreter der Stadtverwaltung, der Baufirma und des DTV zu einer Baubesprechung getroffen und dabei den Zeitplan für die nächsten Wochen und Monate festgezurrt. Fest steht nun: Die Bauarbeiten für das neue künstliche Grün beginnen am 2. Mai. "Dann rückt die Baufirma an", sagt Gall und fügt an: "Bis dahin haben wir noch einige vorbereitende Arbeiten zu erledigen."

Und mit diesen haben ehrenamtliche Helfer des Vereins am Dienstag begonnen. Die Hauptaufgabe: Zunächst müssen sämtliche Werbebanden rund um das Spielfeld demontiert werden, bevor das komplette Geländer entfernt werden kann. "Die Querstangen des Geländers lassen sich einfach lösen, schwieriger wird es bei den Fundamenten, die einbetoniert sind", erläutert der DTV-Vorsitzende.

Am Dienstag hat der DTV mit dem Abriss des Geländers am Höferhof-Rasenplatz begonnen. FOTO: Peter Teinovic (2) / N.H.

Ein erster Test mit einem Bagger verlief positiv, "das sollte alles ohne größere Probleme funktionieren", sagt Gall optimistisch. Der Verein erbringt diese Arbeiten in Eigenleistung, viele freiwillige Helfer packen mit an. Zum Beispiel Guido Brenner, Stefan Schmulder und Reinhard Mrozek, die am Dienstagabend mit Bagger und Schaufeln am Höferhof im Einsatz waren.

Laut Gall werden in nächster Zeit fast täglich Helfer auf der Anlage am Höferhof werkeln. Parallel zu den Bauarbeiten kann auf dem Platz auch noch trainiert werden. Für morgen Nachmittag und Samstag sind zudem zwei größere Arbeitseinsätze geplant, bei der laut Gall auch die Spieler der Seniorenmannschaften mit anpacken sollen. Den Bau von zwei Ballfangzäunen, die hinter den Toren des neuen Kunstrasenplatzes aufgestellt werden, wird der Sportverein ebenfalls in Eigenleistung übernehmen. Die Planungen dafür sind angelaufen, der Einbau erfolgt jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt. "Jetzt steht ja noch gar nicht fest, wo die Bodenhülsen für die Zäune hinkommen werden", erläutert Gall. Insgesamt bringt der DTV Eigenleistungen in Höhe von 100.000 Euro für den Bau des Kunstrasenplatzes sowie 125.000 Euro für eine neue Laufbahn auf.

Die letzten Meisterschaftsheimspiele wird die erste Mannschaft in Absprache mit dem SV 09/35 und dem Betriebshof im Eifgenstadion austragen. Die zweite Mannschaft wird im Eifgen entweder auf Rasen oder Asche spielen, die dritte und vierte Seniorenmannschaft sowie die Jugendteams spielen die restlichen Partien am Asterweg.

Viele Hände, schnelles Ende: Die DTV-Mitglieder (v.l.) Guido Brenner, Stefan Schmulder und Reinhard Mrozek helfen mit. FOTO: Peter Teinovic /DTV

Laut Gall ist realistisch, dass der Verkauf des Platzes am Asterweg Anfang 2018 über die Bühne geht. "Es gab bereits ein Gespräch mit der Stadt und einem Investor über die Gestaltung der Fläche." Demnach sollen auf der Fläche des Sportplatzes Wohnhäuser errichtet werden, auf dem Parkplatz Flüchtlingsunterkünfte. Für das Vereinsheim gebe es separate Interessenten.

Quelle: RP
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