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Wermelskirchen
Das Fest der Vielfalt - gemeinsame Mahlzeit als Basis der Verständigung

Wermelskirchen: Das Fest der Vielfalt - gemeinsame Mahlzeit als Basis der Verständigung
In Windeseile "zauberte" Hidobkiki Amar aus Syrien vegetarische Falafel: Teigrollen gefüllt mit Kichererbsenfrikadellen, Salat und Joghurtsauce. FOTO: Singer
Wermelskirchen. Viele helfende Hände mussten gestern Nachmittag mit anfassen, um den Andrang beim Fest der Vielfalt im Bürgerzentrum zu bewältigen. Dabei hatte es den Besuchern besonders das internationale Buffet angetan, von dem sich jeder nach Herzenslust bedienen konnte. Die geflüchteten Menschen, die inzwischen in Wermelskirchen leben, sagten mit den für alle kostenfreien Speisen, die sie nach Rezepten ihrer Heimatländer zubereiteten, "Dankeschön" für die freundliche Aufnahme in unserer Stadt. Dazu gesellte sich ein Bühnenprogramm, diverse Mitmach-Aktionen sowie Spiel und Spaß für die Kinder.

An den Ständen des Kinder- und Jugendbereichs der Katt oder der Offenen Ganztagsschule St. Michael konnten die Jungen und Mädchen nach Herzenslust basteln und wirken. So fertigten die kleinen Besucher unter Anleitung von Heike Shafry und Alice Hesse aus Stoffballen und anderem Zubehör lustige Mini-Monster.

Vegetarische Teigrollen namens Falafel "zauberte" Hidobkiki Amar in Windeseile, denn die Besucher rissen ihm die mit zerdrückten Kichererbsenfrikadellen, Salat und Joghurtsauce gefüllten Snacks förmlich aus der Hand. "Ich habe das in dieser Form noch nie gegessen, das ist super-lecker", sagte Besucherin Claudia Strobel, die mit einem Lachen auf die große Essensauswahl blickte: "Kaffee und Kuchen sowie das Abendessen fallen heute bei uns zuhause aus. Ich werde im Laufe des Nachmittags noch das eine oder andere probieren - es sieht alles so einladend und verlockend aus."

Im "Non-Stop-Dauerbetrieb" blieb ebenso der Marokkanerin Naima Ouffal keine Zeit für eine Pause. Sie zeichnete kunstvoll die in ihrer Heimat beliebten Henna-Tattoos auf die Hände der Gäste - besonders die Mädchen fanden daran ihren Gefallen, mussten dafür aber je nach Motiv etwa eine Viertelstunde still halten und ruhig sitzen. Die Motive konnten sich die Besucher anhand von Fotos aussuchen.

"Hier ist heute echt etwas los", freute sich Christine Engels vom Organisationsteam über den Zuspruch und verschwand mit einem Stapel benutzter Teller zum Spülen in der Bürgerzentrumküche.

Das Bühnenprogramm verfolgten die Besucher im vorderen Teil des Saals im Bürgerzentrum, wo Tischgruppen zum Verweilen einluden. Gekleidet in die farbenfrohen Traditionsgewänder ihrer Herkunftsländer, mischten sich Afrikanerinnen genauso unter die Zuschauer wie Wermelskirchener, Afghanen, Iraker, Türken oder Spanier - Menschen mit den verschiedensten, kulturellen Wurzeln fanden Gelegenheit nicht immer einfachen Austausch - denn da gab es ja noch die Sprachbarriere.

Allerdings bewies das Fest der Vielfalt: Eine gemeinsame Mahlzeit, ein herzliches Lächeln und eine gastfreundliche Geste sind die beste Basis für Verständigung.

(sng)
 
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