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Wermelskirchen
Das Großeltern-Sein ist ein Geschenk

Wermelskirchen: Das Großeltern-Sein ist ein Geschenk
Für die Familie Dannenberg ist Mehrgenerationen-Wohnen kein modernes Schlagwort, sondern ein Glücksfall, den sie täglich genießen (v.l.): Sigrid, Jenny, Christian und Rolf mit den Kindern Henry sowie Romy (mit Puppe "Püppi Annabelle"). FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Als Oma und Opa begann für Sigrid und Rolf Dannenberg ein neuer Lebensabschnitt, den sie genießen. Sie leben Familie nicht nur an Feiertagen. Von Stephan Singer

Für Sigrid und Rolf Dannenberg ist das Leben als Großeltern ein Geschenk. Dabei empfingen das Ehepaar den Lebensabschnitt mit neuer Rolle im Familiengefüge als gar nicht allzu neu, wie Rolf Dannenberg beschreibt: "Der neue Abschnitt in unserem Leben nahm eigentlich bereits Formen an, als unsere Söhne aus der Pubertät heraus waren. Dann waren sie eigenständiger und wir Eltern hatten mehr Zeit für uns." Sohn Christian, seine Ehefrau Jenny sowie die Kinder Henry und Romy leben mit Sigrid und Rolf Dannenberg in Eipringhausen Tür an Tür, Garten an Garten: Dieses Mehrgenerationen-Wohnen sehen die Beteiligten als natürlich gewachsenen Glücksfall.

"Das ist eine ganz wichtige Angelegenheit, die uns am Herzen liegt. Wir leben Familie täglich und nicht nur an Feiertagen", betont Rolf Dannenberg den harmonischen Zusammenhalt: "Natürlich herrscht nicht immer Eitel-Sonnenschein." Er und seine Ehefrau Sigrid wissen um die Schwierigkeiten in modernen Zeiten: "Heute sind die beruflichen Verpflichtungen nicht mehr örtlich gebunden. Wir haben das Glück, dass unsere beiden Söhne nach wie vor mit ihren Familien in Wermelskirchen leben und in der Region arbeiten."

So haben Rolf und Sigrid Dannenberg die beiden Enkel Henry (vier Jahre) und Romy (zwei) direkt nebenan, die beiden anderen Enkel (sieben und vier Jahre) leben mit Rainer Dannenberg und dessen Ehefrau in Tente - also auch nicht weit "vom Schuss".

Einmal wöchentlich ist bei Dannenbergs "Oma-Opa-Tag". Dann kommen alle vier Enkel ins Haus der Großeltern nach Eipringhausen. "Das ist dann manchmal abenteuerlich mit vier Kindern", lächelt die 65-jährige Sigrid Dannenberg, deren Mann Rolf (62) beruflich als Inspektor im Qualitätsmanagement arbeitet. Die Oma ist dann froh, dass sie auf die Unterstützung von Schwiegertochter Jenny (32 Jahre, in Elternzeit) zählen kann: "Jenny kommt mit ihren Kindern fast jeden Tag zumindest auf einen Kaffee vorbei."

Letztlich gäbe es keine Zwänge oder Verpflichtungen: "Wir sehen uns manchmal mehr, manchmal weniger", beschreibt Sigrid Dannenberg - im Sommer schon öfter, denn dann steht der Pool von Oma und Opa bei den Enkeln hoch im Kurs.

Das gemeinsame Wohnen auf einem Fleck ist praktisch, sind sich alle einig. "Wenn wir einen Babysitter brauchen, sind Oma und Opa nebenan. Umgekehrt geht es, wenn meine Eltern einen Tiersitter für Hund und Katze benötigen", erzählt der 34-jährige IT-Administrator Christian Dannenberg . Der "Schlüssel zum Glück" sei, dass miteinander geredet werde. "Das macht alles einfacher", ist sich Sigrid Dannenberg, die von ihren Liebsten als "Geschäftsführerin eines kleinen, erfolgreichen Familienunternehmens" beschrieben wird, sicher. Und Rolf Dannenberg fügt an: "Wir beraten uns nach oben und nach unten." Damit meint er, dass nicht nur die "Alten" den "Jungen" einen Tipp geben, sondern wechselseitig.

"In unserem Alter stehen wir beruflich nicht mehr so stark unter Druck. Wir sind gelassener und haben Erfahrungen mit den eigenen Kindern gemacht", erläutert Rolf Dannenberg: "Als Großeltern können wir mit den Enkeln viele Entwicklungen der kleinen Menschen deutlich intensiver erleben, als wir es als Eltern konnten." Da könne man als Oma oder Opa mit Erfahrung durchaus beruhigende Wirkung haben, weiss Sigrid Dannenberg: "Bestimmte Entwicklungsphasen bei Kindern sind normal. Wenn ein Kind mal bockig ist, können wir sagen: Keine Sorge, das geht vorbei."

Traditionen gibt es auch in der Familie Dannenberg: Den Heiligen Abend verbringen Rolf und Sigrid bei Christian, Jenny sowie Romy und Henry. Am ersten Weihnachtstag sind Christian und Rainer mit ihren Familien im Elternhaus zu Besuch. "Wir haben uns gefreut, als wir Großeltern wurden. Diese Freude hält bis heute an", sagen Sigrid und Rolf Dannenberg.

Quelle: RP
 
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