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Wermelskirchen
Das Haus Eifgen steht nun für 299.000 Euro zum Verkauf

Wermelskirchen. Eigentümer Herbert Ante hat einen Immobilienmakler mit dem Verkauf des Haus Eifgen beauftragt. "Es gibt ein Bieterverfahren, das Mindestgebot beträgt 299.000 Euro", sagt Makler Joachim Bohn, Kooperationspartner der Firma "Schwarze Immobilien" in Erkrath. Er koordiniert den Verkauf des Objektes. Von Sebastian Radermacher

Der bisherige Pächter Daniel Rößler hatte im Dezember 2015 die Reißleine gezogen und beim Amtsgericht Köln Insolvenzantrag gestellt. Letzter Öffnungstag war der 19. Dezember. Seitdem steht das mehr als 100 Jahre alte Haus im Eifgen, in dem seit Beginn Gastronomie betrieben wurde, ohne Pächter da. Hauptgrund für die Insolvenz war laut Rößler, der das Haus Eifgen im Oktober 2012 als Geschäftsführer übernommen hatte, der deutliche Umsatzrückgang bei den Partys, zum Beispiel bei den Ü-30-Feiern, die in der Vergangenheit fast immer für ein volles Haus gesorgt hatten. Rößler wollte das Haus als "Event-Location" etablieren, sprich ein Gesamtpaket aus Gastronomie, Partys und Hochzeiten schnüren. Dieser Plan des Pächters ging letztlich nicht auf.

Eigentümer Herbert Ante, der das Haus vor 13 Jahren gekauft hat, hofft nun, dass der Makler das Objekt zeitnah veräußert. "Wir sind im Gespräch mit Interessenten aus unserem Bestand. Ihnen wird das Objekt zurzeit exklusiv angeboten", sagt Bohn. In Kürze sei aber auch das Exposé fertig, so dass die öffentliche Vermarktung beginnen könne.

Der Zustand des Objektes ist gut, nach den üblichen Renovierungsarbeiten könnte der neue Pächter das Haus Eifgen sofort wieder öffnen. "Plan ist, das Objekt wieder als Gastronomiebetrieb zu öffnen. Das bietet sich ja auch an: Die Ausstattung ist vorhanden, die Lage direkt am Eifgental ist optimal für Ausflugsgastronomie", sagt der Makler. Warum bereits mehrere Pächter in den vergangenen Jahren letztlich scheiterten, könne er sich nicht erklären. Bohn meint: "Wenn man es richtig betreibt, wird man mit dem Objekt Erfolg haben."

Der Makler ist optimistisch, den Verkauf des Haus Eifgen bis zum Spätsommer abgewickelt zu haben. "Das ist meiner Meinung nach realistisch." Mit einem privaten Bieterverfahren (der Eigentümer hat immer das letzte Wort) habe er in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Bohn: "Es ist nicht unüblich, dass der Endpreis zehn bis 20 Prozent über dem Mindestgebot liegt." Er schätzt den Sachwert des Objektes im Eifgen höher ein als die veranschlagten 300.000 Euro.

Quelle: RP
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