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Wermelskirchen
Das Trinkwasser ist gut und unbedenklich

Wermelskirchen. Regelmäßige Kontrollen sowie die professionelle Abwasserreinigung der BEW sorgen für eine gute Trinkwasserqualität in der Region. Für die Anschlüsse im Haus sind die Besitzer aber selbst verantwortlich. Von Anna Mazzalupi

Bis zu 122 Liter Trinkwasser verbraucht eine Person pro Tag in Deutschland. Der Großteil wird allerdings nicht zum Trinken oder Kochen verwendet, sondern für die Köperpflege und das Putzen. Dabei könnten gerade die Bewohner in Wermelskirchen und Hückeswagen gerne zum Trinkwasser greifen, um den eigen Flüssigkeitshaushalt des Körpers auszugleichen. Denn belastet ist es in der Region nicht.

"Wasser ist unser kostbarstes Lebensmittel und im Bergischen nach wie vor von bester Qualität", sagt Christoph Czersinsky, Abteilungsleiter der Netze Gas und Wasser der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH (BEW). Auch Gedanken um den Nitratgehalt braucht man sich nicht zu machen. Der Nitratwert liege mit 12 Milligramm pro Liter deutlich unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm.

Das Wasser wird zum Teil im Wasserwerk Kleineichen aus dem eigenem Brunnen gefördert. Außerdem wird es vom Wasserversorgungsverband Rhein-Wupper in Wermelskirchen-Dabringhausen und dem Aggerverband in Gummersbach bezogen und auch aus der Großen Dhünn-Talsperre sowie der Genkel- und der Wiehl-Talsperre gewonnen. Damit es in so guter Qualität beim Verbraucher zu Hause ankommt, kontrolliert und analysiert die BEW regelmäßig die Qualität nach den Anforderungen der Trinkwasserverordnung, die mit der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser regelt, wie der Zustand des Trinkwassers sein soll. Weil das Naturprodukt jährlichen Schwankungen wie Niederschlag oder anderen natürlichen Einwirkungen unterliegt, kann sich die Zusammensetzung verändern. Im Bergischen schwanke sie jedoch wenig", erklärt Czersinsky.

Mithilfe von verschiedenen Verfahren werden Stoffe und Rückstände aus dem Wasser entfernt. Bei der Aufbereitung in Wermelskirchen werden zum Bespiel Ozon zu Oxidation sowie Eisen als Flockungsmittel verwendet. Zur Desinfektion werden Chlordioxid, beziehungsweise beim Aggerverband Chlor eingesetzt. Zur Einstellung des pH-Wertes dienen Calciumhydroxid, Calciumcarbonat und Kohlensäure. In Hückeswagen wird bei einem Teil der pH-Wert durch gefilterte Luft eingestellt, zur Desinfektion wird ultraviolettes Licht mit einer geprüften und zertifizierten Anlage verwendet. Die Reste dieser Aufbereitungsstoffe im Trinkwasser sind so gering, dass sie nicht schädlich seien, versichert die BEW.

"Im Gebäude muss der Hausbesitzer sicherstellen, dass die Trinkwasserqualität nicht beeinträchtigt wird", merkt BEW-Pressereferentin Sonja Gerrath an. Regelmäßiges Überprüfungen der Leitungen ist daher ratsam. Die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Bergisches Land bietet dafür einen kostenlosen Check an, bei dem unter anderem die Hygiene und den Stand der Technik der Trinkwasserinstallation überprüft werden. Infos dazu findet man auf der Website der Innung.

In manchen alten Häusern könnten zudem noch Bleirohre liegen, über die giftige Schwermetalle ins Trinkwasser gelangen können. Deshalb müssen sie ausgetauscht werden. Wie viele es noch in der Region gibt, sei nicht bekannt, sagt Gerrath. Wer sichergehen möchte, kann das über eine Analyse einer Wasserprobe durch ein dafür zugelassenes Labor feststellen. Vermieter sind verpflichtet, ihre Mieter schriftlich darüber aufzuklären, falls Bleirohre noch im Haus vorhanden sind.

Quelle: RP
 
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