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Wermelskirchen
Daumen drücken bei der Hallenbad-Reinigung

Wermelskirchen: Daumen drücken bei der Hallenbad-Reinigung
Uli Schwick reinigt die Fliesen des großen Schwimmbeckens. Das Quellenbad öffnet wieder am 7. August. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. In den ersten drei Ferienwochen wird das Bad wieder auf Vordermann gebracht. Das Mitarbeiter-Team ist im Dauereinsatz. Es hofft, dass keine unvorhersehbaren Schäden noch zum Vorschein kommen. Von Sebastian Radermacher und Rudolf Rein

Joachim Hagenbücher schaut auf das kleine Becken im Quellenbad, das zurzeit noch mit Wasser befüllt ist. "Es ist unser Sorgenkind - leider sind in der Vergangenheit immer wieder Schäden an den Fliesen aufgetreten", erzählt der Leitende Schwimmmeister. Mit etwas Sorge blickt er auf den Tag, wenn das Wasser abgelassen wird, um das Becken komplett zu reinigen. "Ich hoffe, dass dann alles gut geht und die Fliesen halten", sagt der 55-Jährige. Das Becken werde so schnell wie möglich wieder befüllt, denn je länger es ohne Wasser ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fliesen lösen.

Joachim Hagenbücher und seine sieben Mitarbeiter sind seit Ferienbeginn im Dauereinsatz, um das gesamte Hallenbad innerhalb von drei Wochen auf Vordermann zu bringen. Zunächst standen Wartungsarbeiten im Keller auf dem Plan. Dort mussten die vier großen Filter kontrolliert, entkeimt und durchgespült werden. Diese Arbeiten werden einmal im Jahr fällig. Die reine Filterspülung erfolgt zweimal pro Woche - das dafür benötigte Wasser (bis zu 20.000 Liter) wird aufgefangen und wieder aufgereitet. Die Filterkohle wird jedes Jahr ausgetauscht, der im Filter darunter liegende Kies und Quarzsand müssen alle zehn bis zwölf Jahre gewechselt werden - zuletzt geschah dies vor sieben Jahren. "Wir hoffen, dass wir diesen Austausch hier nicht mehr angehen müssen", sagt Hagenbücher mit Blick auf den von der Politik beschlossenen Neubau eines Hallenbades im Eifgen.

Im Technikraum mussten außerdem einige Absperrventile erneuert, zwei defekte Pumpen repariert und die Gitter, die Haare und Fasern herausfiltern, gereinigt werden. Hagenbücher: "Wir haben fast eine Woche hier im Keller an der Technik gearbeitet." Parallel dazu wurden bereits der Eingangsbereich, die Sauna und auch der Umkleidekabinentrakt gesäubert. Nach drei Tagen war zudem das Wasser aus dem großen Becken abgelassen - insgesamt 940.000 Liter sickerten in den Kanal. "Wir müssen uns an die DIN-Vorschrift halten - einmal im Jahr muss das Wasser komplett ausgetauscht werden", betont der Schwimmmeister. Nach gründlicher Reinigung wird das Becken mit einem speziellen Mittel versehen, damit sich keine Algen bilden. Seit gestern Abend fließt auch wieder das Wasser - in etwa drei Tagen wird das Becken voll sein. "Wir liegen insgesamt gut in der Zeit", sagt Hagenbücher. Die Schäden hielten sich in Grenzen. "Wir hoffen und drücken die Daumen, dass dies auch so bleibt", sagt der Schwimmmeister und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Das Bad ist unsere alte Dame - die zickt schon mal rum, und da kann viel passieren."

Quelle: RP
 
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