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Wermelskirchen
Delegationen aus Ruanda und Indonesien in Hünger

Wermelskirchen. Über Besuch aus Übersee freut sich momentan der Evangelische Kirchenkreis Lennep: Je drei Vertreter der indonesischen GKJTU ("Christian Church of Northern Central Java") sowie der Anglikanischen Kirche in Ruanda (Diözese Kigeme) sind zurzeit in Deutschland, um die trilaterale Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Lennep zu festigen und auszubauen. Am Sonntag waren die sechs Delegierten zu Gast im Gemeindehaus Hünger. Hier verbrachten sie zunächst gemeinsam mit mehreren Dutzend Gästen den Nachmittag, bevor ein gemeinsamer Besuch des Konzertes des Remscheider Mozartchors in der evangelischen Kirche Hünger auf dem Programm stand.

Als "komplett verschieden" von Ruanda, aber zugleich "sehr schön", fasst Reverend Anastase Mashyaka seine ersten Eindrücke von Deutschland zusammen. Erst am vergangenen Freitag waren die beiden Delegationen angekommen. Im Mai 2015 waren Delegationen aus Indonesien und Deutschland in Ruanda, genauer gesagt in Kigeme im Süden des afrikanischen Landes, zu Gast gewesen. Nun wird im Gegenzug Deutschland besucht, "um Erfahrungen auszutauschen und Partnerschaft und Zusammenarbeit zu stärken", sagte Mashyaka.

Den Gedanken der Zusammenarbeit betonte auch Reverend Heru Purwanta von der Delegation aus Indonesien: "Wir sind froh, das Wort Gottes gemeinsam in der Welt verbreiten zu können", sagte der Geistliche aus dem Norden der Insel Java. In Deutschland fiel Purwanta bislang besonders ins Auge, wie "sauber" alles sei und wie "diszipliniert" es hierzulande zuginge. Die religiöse Struktur Indonesiens unterscheidet sich derweil deutlich von derjenigen Mitteleuropas: Mit etwa zehn Prozent Bevölkerungsanteil sind Christen in dem muslimisch geprägten Land insgesamt in der Minderheit - wobei die Region, in welcher die Delegierten aktiv sind, jedoch eine Ausnahme darstellt. "Etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind hier Christen", erläuterte Purwanta.

Gastgeber Hartmut Demski, Vorsitzender der Kreissynode Lennep, wirkte entschlossen, die trilaterale, also zwischen drei Gemeinden bestehende Partnerschaft zu stärken und auszubauen. "Wir hoffen auf Zusammenarbeit auf möglichst vielen Arbeitsfeldern", sagte der Vorsitzende. Deutlich machte Demski auch, dass der Fokus der Kirchenarbeit in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich ist: "In Deutschland ist die Arbeit mit Senioren von großer Bedeutung - in Ruanda und Indonesien ist dies hingegen eher unbekannt, dort steht die Familienarbeit im Vordergrund." In den nächsten Tagen steht ein straffes, aber auch abwechslungsreiches Programm an: So werden unter anderem ein Gefängnis, eine Schule, eine Jugendgruppe und die Vereinte Evangelische Mission in Wuppertal besucht.

(fre)
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