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Wermelskirchen
Dellmänner beim Büdchen-Tag

Wermelskirchen. Zur offiziellen Einweihung des ehemaligen Wermelskirchener Markt-Büdchens im Freilichtmuseum Lindlar waren Dellmänner und Bürgermeister angereist. Sie freuen sich über die Rettung des erinnerungsträchtigen Häuschens. Von Gundhild Tillmanns

wermelskirchen/Lindlar Rund um "unser" Büdchen gab es gestern den großen Wermelskirchen-Tag im Freilichtmuseum Lindlar. Der Kiosk vom Wermelskirchener Markt, bei den Dellmännern eigentlich nur als Büdchen bekannt, wurde nach seinem Abbau im September 2009 und dem Umzug ins Museum nun offiziell dort eingeweiht. Mit dabei waren neben einer ansehnlichen Delegation von Wermelskirchenern auch Museumsleiter Michael Kamp und die beiden Bürgermeister aus Lindlar und Wermelskirchen.

"Alle haben gewonnen"

Bürgermeister Eric Weik lobte die reibungslose und gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen Wermelskirchen und Lindlar: "Ein Anruf genüge, und unser Büdchen war gerettet", erinnerte Weik. Denn zunächst wollte die Stadt das Büdchen versteigern. Es fanden sich aber keine ernsthaften Interessenten. Das Büdchen hätte "entsorgt" werden müssen, denn auf dem neugestalteten Markt wird es keinen Platz mehr finden. Doch mit Hilfe der Stadt Lindlar, des Freilichtmuseums und nicht zuletzt mit Sponsoren konnte der Umzug des guten Stücks ermöglicht werden.

Deshalb war auch einer der Sponsoren, Frank Jäger, gestern mit nach Lindlar gekommen. Er hatte mit seinem Lader auch das in drei Teile zerlegte Büdchen seiner Zeit nach Lindlar geschafft. Nun ist er froh, dass es nicht nur wohlbehalten und im Originalzustand wieder aufgebaut ist, sondern auch wieder reger Verkaufsbetrieb herrscht, ganz so wie früher in Wermelskirchen. "Eigentlich haben alle gewonnen", meinte Bürgermeister Eric Weik gestern bei der Einweihung des Museums-Kiosk'. Das Museum habe ein schönes Büdchen bekommen, das hervorragend in das Ensemble des Freilichtmuseums passt, wie er sich bei einem Rundgang überzeugen konnte. Und Wermelskirchen habe mit dem Umzug des Büdchens erreicht, jetzt auch erstmalig im Freilichtmuseum Lindlar sogar an exponierter Stelle vorzukommen. Denn das Büdchen steht am Nordeingang der Museumsanlage und wird bald auch für den Verkauf von Eintrittskarten mit genutzt, wobei allerdings Kiosktypisches aus alten Zeiten im Angebot den Vorrang haben.

Museumsleiter Michael Kamp schenkte Eric Weik und dessen Kollegen aus Lindlar, Dr. Hermann Josef Tebroke, gestern übrigens einen großen Korb mit bergischen Spezialitäten. Beide Herren freuten sich, gaben die Körbe aber weiter an die beiden Kioskdamen im Museum: Damit Inge Hagen und Ute Honerkamp bei dem regen Betrieb am Büdchen auch bei Kräften bleiben.

Quelle: RP
 
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