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Wermelskirchen
Deppe wendet sich an die KV wegen Praxisschließung

Wermelskirchen. Das Thema Ärztemangel in Wermelskirchen ruft jetzt den für die Stadt zuständigen Landtagsabgeordneten Rainer Deppe auf den Plan. Nach der Schließung der Praxis Sachser zum 30. September (BM berichtete) wendet sich der CDU-Politiker in einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, Dr. med. Frank Bergmann. "In der Bevölkerung besteht eine gewisse Sorge, dass der Ärztemangel jetzt auch in Wermelskirchen spürbar wird", schreibt Deppe.

In den vergangenen Tagen sei er mehrfach von Bürgern angesprochen worden - "sie befürchten eine deutlich verschlechterte hausärztliche Versorgung, zumal damit zu rechnen sei, dass weitere Hausärzte am Ende ihres Berufslebens stehen und ihre Praxen aufgeben werden", schreibt der Landtagsabgeordnete. Sollten auch in diesen Fällen - wie bei der Praxis Sachser - keine Nachfolger gefunden werden, werde sich die Situation für die Patienten weiter verschlechtern. Deppe: "Nicht wenige sehen die hausärztliche Versorgung zumindest auf mittlere Sicht nicht mehr sichergestellt."

Der CDU-Politiker bittet den Chef der KV um eine Beurteilung der hausärztlichen Versorgung in Wermelskirchen. Er fragt zudem an, "unter welchen Bedingungen eine Möglichkeit bestehen würde, die in den letzten Monaten praktizierte Übergangsregelung mit Vertretungsärzten auch für eine wie auch immer bemessene Zukunft fortzusetzen". Außerdem wäre es wichtig für die Menschen zu wissen, wie die KV gedenke, die hausärztliche Versorgung in Wermelskirchen dauerhaft sicherzustellen.

(ser)
 
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