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Wermelskirchen
Die Jugendhilfe sammelt Spenden für Wohngruppen

Wermelskirchen. Die Kernsanierungsarbeiten im ehemaligen Remscheider Kinderheim Waldhof, heute: Aufnahme- & Clearingzentrum der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) in Wermelskirchen, sind in vollem Gange oder zum Teil schon abgeschlossen. Jetzt geht es darum, die Einrichtung zu vervollständigen. Dafür hat die EJBL erstmals eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Nötig wird sie, weil bislang niemals Anschaffungen in derartigem Umfang notwendig gewesen seien, wie EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube betont. Gaube sieht in der Öffentlichkeit das große Pfund der Aktion, wenn sie sagt: "Ich glaube an die Bevölkerung!" Bis zum Sommerfest am 28. August läuft die Spendenaktion. Das anvisierte Ziel sind 120.000 Euro. Von Wolfgang Weitzdörfer

Damit angeschafft werden sollen stabile und belastbare Tische, Betten, Schränke und Stühle sowie Waschmaschinen, Trockner und Einbauküchen. Die Sanierungsarbeiten sind von den Spenden ausgenommen, darum kümmert sich seit März der neue Eigentümer des Waldhofs, ibs-Immobilien aus Hilden. Der Kontakt besteht seit 2013, der Kaufvertrag zwischen ibs und der damaligen Eigentümerin, der Stadt Remscheid, wurde am 29. Dezember des vergangenen Jahres unterschrieben. Eine fruchtbare Zusammenarbeit, wie Gaube sagt: "Wir sind nun als Mieter eingezogen und können auf faire Bedingungen vertrauen."

Neben der Sanierung wird auch das Angebot im Waldhof erweitert, wie Heiner van Mil, Fachbereichsleiter Aufnahme & Clearing (AC) erklärt: "Zu den beiden bestehenden AC-Gruppen mit je acht Plätzen kommen aufgrund der Flüchtlingssituation zwei neue Gruppen mit je sieben Plätzen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Vergangenen Montag sind die ersten beiden jugendlichen Flüchtlinge eingezogen, am Donnerstag die nächsten vier, damit ist die erste Gruppe praktisch voll - das erste Haus ist gerade fertig geworden. Wir planen, auf jeden Fall im Sommer alle vier Gruppen anbieten zu können." Gaube fügt an: "Es ist eine besondere Herausforderung für unsere Mitarbeiter, im laufenden Betrieb in diesem Jahr und vermutlich auch im kommenden Jahr noch die Baustellen hier zu haben, die ja auch die Betriebsgebäude betreffen."

Als Motiv für die Spendenkampagne, für die die EJBL-Mitarbeiter schon bald öffentliche Präsenz zeigen wollen, wurde der Kaktus gewählt: "Er ist ein Symbol des Schutzes und der Widerstandsfähigkeit. Er soll zum Markenzeichen des AC-Zentrums werden und auch über die Kampagne hinaus dafür werben", sagt Gaube, online sind Spenden auf www.schutz-und-chance.ejbl.de möglich.

Quelle: RP
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