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Wermelskirchen
Die letzte Halle wird bald wieder frei

Wermelskirchen: Die letzte Halle wird bald wieder frei
In der Mehrzweckhalle Dhünn beginnen am Montag die Reparaturarbeiten. Die Halle war fast ein Jahr lang als Unterkunft für Flüchtlinge genutzt worden. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. In Dhünn wird die Mehrzweckhalle jetzt für die ursprüngliche Nutzung hergerichtet. Die Reparaturkosten sind im normalen Rahmen, die Stadt kalkuliert mit Kosten von 38.000 Euro. Ziel ist, die Halle bis zum 22. Dezember freizugeben. Von Sebastian Radermacher

Es ist fast genau ein Jahr her, als die Stadtverwaltung die Mehrzweckhalle in Dhünn wegen der Unterbringung von Flüchtlingen schließen musste. Jetzt können Vereine und die sonstigen Nutzergruppen im Dorf endlich aufatmen: Die Verwaltung richtet die Mehrzweckhalle wieder für die ursprüngliche Nutzung her. Seit etwa eineinhalb Wochen haben Mitarbeiter des städtischen Gebäudemanagements die Schäden in der Halle erfasst und dokumentiert, die durch die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft entstanden sind. Parallel dazu wurden bereits erste Reparaturen in Auftrag gegeben, berichtet Frank Kieseler, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, auf Anfrage unserer Redaktion.

"Am kommenden Montag beginnen der Rückbau und die Reparaturen", sagt er. Es sind viele kleine Arbeiten notwendig, es müssen zum Beispiel einige Türen repariert, Wände gestrichen oder auch Fliesen erneuert werden. Auch die Sanitär- und Elektroinstallationen, die extra für die Nutzung als Erstaufnahmeeinrichtung eingebaut worden waren, müssen nun wieder zurückgebaut werden. Laut Kieseler musste zum Beispiel für die Küche der Unterkunft die Stromversorgung extra hergerichtet werden. "Auch der Prallschutz an den Wänden muss teilweise erneuert werden", sagt Kieseler. Mitunter könne der hartnäckige Schmutz nicht mehr entfernt werden.

Der Boden hat durch die Nutzung ebenfalls etwas gelitten - anders als in der großen Halle in Dabringhausen waren in Dhünn keine Schutzmatten auf dem Linoleumboden ausgelegt worden. Die größeren Mängel seien aber nicht durch die dort untergebrachten Flüchtlinge entstanden, stellt Kieseler klar. "Der Boden hatte bereits vorher seinen Zenit überschritten, es war klar, dass er saniert werden muss." In den nächsten Wochen werden zunächst jene Mängel behoben, die für eine Verletzungsgefahr sorgen könnten. "Im kommenden Jahr wird der Boden komplett saniert", berichtet Kieseler.

Die Stadtverwaltung versuche, die Beeinträchtigung für die Nutzer so gering wie möglich zu halten. "Daher werden wir den Boden wahrscheinlich in den Sommerferien 2017 erneuern", kündigt der Leiter des Gebäudemanagements an. Insgesamt bewertet er die Schäden in der Mehrzweckhalle Dhünn als nicht gravierend. "Es bewegt sich alles im normalen Rahmen. Wir kalkulieren mit Kosten für die Instandsetzung von 38.000 Euro - ohne die umfangreiche Sanierung des Bodens." Bis die Mehrzweckhalle in Dhünn wieder normal genutzt werden kann, wird es aber noch einige Zeit dauern. Ziel der Stadtverwaltung ist, die Halle bis zum 22. Dezember wieder offiziell freizugeben, sagt Kieseler.

Dies sei ein realistischer Zeitplan, zumal viele Reparaturarbeiten über ein Ausschreibungsverfahren vergeben werden. "Und die Handwerker müssen auch für diese Arbeiten zur Verfügung stehen - das dauert alles seine Zeit", sagt Kieseler.

Quelle: RP
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